Treffen aus Anlass des 70. Jahrestages

der Gründung der Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“

Am 21. Mai 2016 trafen sich ehemalige Mitarbeiter, Lehrer, Absolventen und Bewohner der Jugendhochschule in Berlin-Marzahn, um sich der vor 70 Jahren gegründeten höchsten Bildungseinrichtung der Freien Deutschen Jugend am Bogensee zu erinnern und deren humanistisches und sozialistisches Anliegen 44jähriger Tätigkeit zu würdigen.

In ihren Beiträgen konnten die Teilnehmer auf eine über 40jährige erfolgreiche Tätigkeit der ehemaligen politischen Bildungseinrichtung der FDJ und internationalen Ausbildungsstätte für Mitglieder mit der FDJ befreundeten Jugendorganisationen aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika verweisen.
Sie verurteilten alle Bemühungen, die Leistungen der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" herabzuwürdigen, zu verfälschen, zu verunglimpfen und sprachen sich für eine kritische, der Wahrheit entsprechende Aufarbeitung der Geschichte unserer Jugendhochschule aus.

Übereinstimmend bekräftigten die Teilnehmer des Treffens ihre Entschlossenheit, nicht zuzulassen, dass die historischen Leistungen dieser politischen Bildungseinrichtung in Vergessenheit geraten und erklärten sich bereit, weiter an der Aufarbeitung der Erfahrungen der Schule mitzuwirken, das historische Erbe zu bewahren und nachfolgenden Generationen weiter zu vermitteln.

Die aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der Jugendhochschule erarbeitete Chronik: "Unsere Jugendhochschule 'Wilhelm Pieck' - ihr humanistisches und sozialistisches Anliegen" sowie die Aufbereitung der Berichte von Zeitzeugen ehemaliger Lehrer, Mitarbeiter und Absolventen unterschiedlicher Generationen betrachten die Teilnehmer als eine gute Grundlage für die weitere Aufarbeitung der Geschichte unserer Bildungseinrichtung am Bogensee und erklärten ihre Bereitschaft, weiterhin mitzuwirken.

Die Teilnehmer des Treffens rufen alle ehemaligen Lehrer, Mitarbeiter und Absolventen, alle die ein Stück Geschichte der Freien Deutschen Jugend und ihrer höchsten Bildungseinrichtung mitgeschrieben haben auf, den Verein Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" beim Weiterschreiben der Geschichte unserer Schule zu unterstützen.

Das Zusammentreffen von Lehrern, Mitarbeitern und Absolventen der ehemaligen Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Bildungseinrichtung der FDJ war ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und ihre Lehren erlebbar und begreifbar gemacht werden können. Von den Teilnehmern wurden persönliche Erlebnisse und Erfahrungen dargelegt, Dokumente und Bildmaterial ausgestellt und aktuelle Printmaterialien präsentiert.

Ob Lehrer, Mitarbeiter oder Absolvent, übereinstimmend kam zum Ausdruck: die Jugendhochschule hat bei allen tiefe Spuren hinterlassen, die prägend für das weitere Leben waren

Dank sagen wir den Mitgliedern der heutigen Generation der Freien Deutschen Jugend. In beeindruckender Weise informierten sie uns über ihren schweren Kampf gegen die bestehenden Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse, für die Rechte der Jugend, für eine Welt des Friedens, soziale Sicherheit und gesellschaftlichen Fortschritt. Übereinstimmend kam zum Ausdruck: ein gemeinsames Handeln der Generationen ist dringender denn je notwendig.

Die Teilnehmer des Treffens sprachen sich dafür aus, aufmerksam die Aktivitäten der FDJ zu begleiten und sie mit unseren Möglichkeiten zu unterstützen. Der Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" betrachtet die neue Generation der Mitglieder der FDJ als Erben seiner Tätigkeit.

Von den Teilnehmern des Treffens wurde ein Grußschreiben an das Gründungsmitglied der Freien Deutschen Jugend und Miterkunder des Objektes Bogensee, Heinz Keßler, der aus gesundheitlichen Gründen nicht am Treffen teilnehmen konnte, verabschiedet.

Berlin, 21. Mai 2016


Reaktionen/Einschätzungen zum Treffen des Vereins Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" anlässlich der Gründung der höchsten Bildungseinrichtung der FDJ

Sonja Wissendaner, Absolventin des 1.Einjahreslehrgangs 1951/1952
"Ich möchte mich für die Einladung zum Treffen 70 Jahre Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" bedanken. Es war eine gelungene Sache. Vielen Dank auch für die Chronik und die Zeitzeugenberichte."

Prof. Dr. Klaus Böttcher, ehemaliger Direktor der Jugendhochschule

...die "Gesammelten Werke" über die Jugendhochschule sind bei mir eingetroffen. Wirklich eine freudige Überraschung und ich bedanke mich herzlich dafür. Beide Dokumente sind nicht nur inhaltlich eine schöne Erinnerung und auch für mich ein geistiger Gewinn, sie sind auch gestalterisch sehr ansprechend.....eine tolle Arbeit. Nochmals vielen Dank!

Peter Fiedler, Absolvent des 22.Einjahreslehrgangs 1970/1971
"Es war (gemeint ist das Treffen) für mich jedenfalls sehr emotional, denn durch die Veranstaltung und durch die Berichte wurden bei mir wieder sehr viele Erinnerungen wach.
Hervorragend fand ich aber auch noch die Information zur gelungenen 70 Jahrfeier der JHS auf der Internetseite mit den Texten, Dokumenten und Bildern.
Meine Freunde, die auch mit an der JHS waren werden staunen, dass es noch uns bekannte Zeitzeugen und Gleichgesinnte gibt, die sich weiter bemühen das revolutionäre Erbe der Jugendbewegung der DDR zu bewahren und möglichst gut aufbereitet weiterzugeben."

Gerd Schulz, Absolvent des 18. Einjahreslehrgangs 1966/1967

"Heute mit großer Freude die beiden Bände zur Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" erhalten. Fasziniert war ich über die Vielzahl unterschiedlicher Facetten der persönlichen Berichte. Ihr habt wirklich tolle Arbeit gemacht".

Dr. Inge Pardon, ehemals Zentralrat der FDJ
"...die Überraschung ist Euch gelungen. Ich bedanke mich herzlich für Eure Büchersendung. Die Chronik und die Zeitzeugenberichte sind wunderbare Ergebnisse Eurer Arbeit. Herzlichen Glückwunsch. Der Dank vieler 'ehemaliger' wird Euch sicherlich schon erreicht haben und noch weiterhin erreichen. Ich bin wirklich beeindruckt, habe ich doch selbst an Chroniken mitgearbeitet und weiß daher sehr gut, welch ein Weg zurückgelegt werden muss, um eine solche Publikation vorlegen zu können, wie viel Engagement und Herzblut drinstecken."

Peter Stemmler, Absolvent des 14. Lehrgangs 1963

"Heut ist Euer Info-Material angekommen, dafür möchte ich mich ganz tolle bedanken. Ihr habt ja eine Wahnsinnsarbeit gemacht, das hat ja Zeit ohne Ende gekostet, und sicher nicht nur das. Ich bin wirklich sehr beeindruckt. Eure Mühe ist unschlagbar. Nochmals vielen Dank.