Besuch der ehemaligen Jugendhochschule "Wilhelm Pieck"

am Bogensee nach 34 Jahren

Khamphone Pholsena aus Laos, Absolvent des Internationalen Einjahreslehrgang 1982 / 1983, besucht nach 34 Jahren, gemeinsam mit seiner Partnerin, den Ort auf, an dem er die Freundschaft und internationale Solidarität der FDJ und die der Bürger der DDR kennen und schätzen gelernt hat. Er unterbrach seine Reise von Laos nach Frankreich um die ehemalige Jugendhochschule am Bogensee aufzusuchen.

Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, unseren laotischen Freund und seine Partnerin, bei seinem Besuch am Bogensee zu begleiten. (Ines Schulz-Bücher, Diplom-Laotistin; Ingeborg und Dieter Luhn, Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck") Während unseres Rundgangs sprach Khamphone immer wieder über seine gewonnenen Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke vom Besuch der JHS.

 

Das gemeinsame Lernen und Zusammenleben mit den Studenten der FDJ sowie den Vertretern zahlreicher Jugendverbände aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa und die Herzlichkeit der Bürger der DDR bei den Besuchen zahlreicher Betriebe, Schulen, Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften u.a. Einrichtungen, zählen mit zu seinen schönsten Erlebnissen, die er nie vergessen wird.

 

Für Khamphone unbegreiflich, in welchem Zustand sich die denkmalgeschützten Gebäude der einst so erfolgreichen, heute noch weltweit bekannten und geschätzten Bildungseinrichtung der FDJ, befinden. Berechtigt stellt sich die Frage, wie lange sieht der Eigentümer des Objektes Bogensee, der Senat von Berlin, dem fortschreitenden Zerfallsprozess der Gebäude und Objektanlagen noch zu? Oder ist ein Zerfall der Gebäude gar gewollt?

Mit Interesse nahm Khamphone die Information auf, dass ein Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule sich die Aufgabe gestellt hat, das Wirken und die Tätigkeit der höchsten Bildungseinrichtung der FDJ aufzuarbeiten, ihre Erfahrungen als nationales und internationales Gut für künftige Generationen zu bewahren.

Er bedankte sich für die bereits vorliegenden Publikationen des Arbeitskreises, die er gerne mit nach Hause nimmt, um sie weiteren laotischen Absolventen der JHS zur Kenntnis zu geben.

Zum Abschluss unserer Begegnung sagte Khamphone, dass er das Anliegen des Arbeitskreis unterstützt und seine laotischen Mitstudenten, die zum Teil in verantwortungsvollen Funktionen in Laos tätig sind, bitten wird, ihre Erfahrungen einzubringen.

Khamphone bat uns, alle Lehrer, Mitarbeiter und Absolventen der ehemaligen Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" herzlich zu grüßen und bedankt sich nochmals für die Unterstützung und erwiesene Gastfreundschaft während seines Studiums in der DDR.

Sie alle sind herzlich in Laos willkommen.