September 2013 - Fünf Jahre Arbeitskreis Geschichte

der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" September 2018

Hallo, Mitstreiter, Freunde und Interessenten unseres Arbeitskreises!

Seit fünf Jahren also besteht unser Zusammenschluss. Ein guter Anlass um ein kurzes Resümee zu ziehen und einige Erwartungen an die weitere Arbeit zu äußern.

Der Arbeitskreis hat bereits seine eigene kleine Geschichte und wir können vorwegnehmen, dass es richtig und erfolgreich war, ihn zu bilden. Alle, die damals nach gründlicher Überlegung und Diskussion die Gründung beschlossen, können durchaus etwas stolz auf die jetzt vorliegenden Ergebnisse sein.

Aber der Reihe nach.

Anlässlich des 63. Jahrestages der Namensgebung der höchsten Bildungsstätte der FDJ traf sich am 14. September 2013 ein überschaubarer Kreis von ehemaligen Lehrern, Dolmetschern, technischen Mitarbeitern und Absolventen im Waldhotel in Wandlitz und gründete den Arbeitskreis "Freunde der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck".

Sie taten dies im Bewusstsein:

  • die vielfältigen Erfahrungen und geschichtlichen Zusammenhänge der 44jährigen Tätigkeit der höchsten Bildungsstätte der FDJ vorurteilsfrei und sachlich zu analysieren, kritisch aufzuarbeiten, zu dokumentieren und einem möglichst breiten Interessentenkreis zugängig zu machen,
  • die Tätigkeit der Jugendhochschule in ihrer Gesamtheit, also der Ausbildung der Kader der FDJ, Vertreter befreundeter Jugendorganisationen aus vielen Ländern, der Mitglieder der Brigaden der Freundschaft sowohl am Bogensee als auch in den Außenstellen in Bärenklau und Dresden sowie ihren Platz und ihre Verantwortung im sozialistischen Jugendverband und in der Gesellschaft zu erfassen,
  • den vielfältigen Versuchen der Medien und Einzelpersonen entgegenzutreten, die Tätigkeit und die Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" umzuschreiben, zu diffamieren und zu verunglimpfen. Es war unser Ziel, wahrheitsgetreu und selbstkritisch die Geschichte der Jugendhochschule als Teil der Geschichte der FDJ und der DDR zu bewahren,
  • sich dafür einzusetzen, die denkmalgeschützten Gebäude als bewahrenswertes deutsches und internationales Kulturgut zu erhalten und ein Mitspracherecht in der Diskussion über eine weitere Nutzung einzufordern,
  • die Tätigkeit des Arbeitskreises stand von Anfang an nicht in Konkurrenz oder mit Alleinvertretungsanspruch zu anderen Zusammenhängen oder Gruppen. Der Arbeitskreis war immer offen für alle Interessierten. 

Bilder vom Treffen in Wandlitz

Natürlich mussten Erfahrungen gesammelt, vor allem die Schwerpunkte der Arbeit definiert und wiederholt präzisiert werden. Wer sollen vor allem die Adressaten der Tätigkeit sein. Wie können neue Mitstreiter gewonnen werden?

Im Ergebnis solcher Diskussionen beschloss die Ordentliche Mitgliederversammlung im Mai 2014 die Konstituierung des Arbeitskreises zu einem nichteingetragenen Verein. Er trug fortan den Namen "Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule Wilhelm Pieck". Die neue Bezeichnung brachte das inhaltliche Anliegen der Tätigkeit direkter und konzentrierter zum Ausdruck.

Heute nun können wir auf eine erfolgreiche 5jährige Tätigkeit verweisen. Unser Wirken hat mit dazu beigetragen, die Erinnerungen vieler ehemaliger Mitstreiter an ihre Zeit als Lehrer, Dolmetscher, Mitarbeiter oder Student zu wecken und sie zu motivieren, selbst einen Beitrag zur Bewahrung unserer Geschichte zu leisten. Für den Arbeitskreis sind die Berichte und Materialien von Zeitzeugen auch künftig von großer Wichtigkeit.

Aus dem Archiv des AK

Gepaart mit dem Studium von Beschlüssen, Dokumenten, Einschätzungen, Lehr- und Unterrichtsmaterialen u. a. m. war es dem Arbeitskreis möglich, in relativ kurzer Zeit wichtige Ergebnisse, Ereignisse, Höhepunkte und Abläufe der geschichtlichen Entwicklung der Schule aufzuarbeiten und in einer Chronik festzuhalten.
Die eingegangenen Zeitdokumente wurden gesammelt, im Archiv des Arbeitskreises eingestellt und auch zum Teil veröffentlicht.

In den Beratungen des Arbeitskreises fand stets ein reger Gedanken- und Meinungsaustausch zu Fragen der geschichtlichen Entwicklung der DDR, der Tätigkeit der FDJ und ihrer höchsten Bildungseinrichtung, statt. Erreichte Ergebnisse in der Aufarbeitung galt es richtig einzuordnen und zu bewerten. So waren unsere Zusammenkünfte auch stets eine Motivation für die Fortsetzung unserer eigenen Arbeit.

Ein Höhepunkt in der Tätigkeit des Arbeitskreises war das Treffen der Lehrer, Mitarbeiter und Absolventen der Schule verschiedener Generationen aus Anlass des 70. Jahrestages der Gründung der Jugendhochschule im Mai 2016 in Berlin. In Anwesenheit junger Leute, die auch heute noch das Blauhemd tragen und sich als FDJ den Traditionen des sozialistischen Jugendverbandes der DDR verpflichtet fühlen, gab es einen sehr fruchtbaren, offenen und interessanten Gedankenaustausch. Die Teilnehmer äußerten sich anerkennend zu den bereits vorliegenden Aufarbeitungen des Arbeitskreises und gaben zahlreiche Hinweise für die Fortsetzung der Geschichtsaufarbeitung der Schule, insbesondere ihrer Aufgaben und Tätigkeiten in den verschiedenen Perioden der gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR und in der Welt.

 

In wenigen Tagen, am 15.September 2018, treffen sich erneut die Mitstreiter des Arbeitskreises, diesmal gemeinsam mit weiteren ehemaligen Mitgliedern, Funktionären und Freunden der FDJ. Anlass zu diesem Treffen ist der 60. Jahrestag des Beginns der internationalen Ausbildung an der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" sowie der 55. Jahrestag des Einsatzes der ersten Brigaden der Freundschaft der FDJ in jungen, sich vom Kolonialismus befreiter Nationalstaaten Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

Auf unserer Veranstaltung wollen wir die internationale Hilfe und Solidarität der FDJ zur Unterstützung des Kampfes der friedliebenden demokratischen Jugend aller Kontinente und ihrer Weltjugendorganisation, dem WBDJ, darstellen und würdigen.

Keine andere deutsche Jugendorganisation, weder die in der ehemaligen BRD, noch die im heutigen "vereinigten" Deutschland, kann die von der FDJ zur Unterstützung des Kampfes der demokratischen Weltjugendbewegung für Frieden, Völkerverständigung und internationale Solidarität erbrachten Leistungen aufweisen. Die Jugendhochschule als höchste Bildungseinrichtung der FDJ wie auch die Brigaden der Freundschaft haben dazu ihren Beitrag geleistet.

Wir sind überzeugt, dass unser Treffen im September d. J. wieder ein Erfolg wird und einen weiteren Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte unserer Jugendhochschule und die der FDJ leistet.

Der Arbeitskreis dankt allen ehemaligen Lehrern, Dolmetschern, Mitarbeitern , Absolventen und Sympathisanten für die uns in den vergangenen fünf Jahren auf die verschiedenste Art und Weise geleistete Hilfe und Unterstützung. Ohne Eure Unterstützung wäre das bisher Erreichte nicht möglich gewesen. Wir denken auch voller Dankbarkeit an die Aktivisten unserer Sache, die inzwischen nicht mehr unter uns weilen, nämlich gestorben sind.

In den kommenden zwei Jahren wollen wir die Chronik der Schule ergänzen, vervollständigen und neu gestalten, weitere Berichte von Zeitzeugen und authentische Materialien sammeln, im Archiv einstellen, dokumentieren und publizieren.

Den 70. Jahrestag der Namensgebung der Jugendhochschule, 14.September 2020, werden wir würdig vorbereiten und die Persönlichkeit, dessen Name die Schule 40 Jahre lang trug, den Freund und Förderer der Jugend, den Präsidenten des ersten Arbeiter- und Bauern-Staates auf deutschem Boden, Wilhelm Pieck, ehren.

Liebe Mitstreiter und Interessenten, der Arbeitskreis rechnet auch in Zukunft mit Eurem Interesse, Eurer Hilfe und Unterstützung. Wie Ihr uns dabei unterstützen könnt, das werden wir Euch auf unserer Website oder in einer Information im November d. J. mitteilen.

Schon jetzt ein herzliches Freundschaft!

Vorstand und Mitstreiter des Arbeitskreises Geschichte der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck"
im August 2018