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Eine kleine Auswahl aktueller Leseempfehlungen

Eine vertane Chance

mit freundlicher Genehmigung der Tageszeitung junge Welt
Quellenangaben: Tageszeitung junge Welt, Autor Günter Pelzl, Ausgabe vom 25.06.2018

Sonia Combes Studie über die Häftlingsselbstverwaltung im Konzentrationslager Buchenwald und den angeblichen »Opfertausch« durch Kommunisten enttäuscht wegen fehlender Quellen und mangelnder Kritik der herrschenden Geschichtsschreibung

»Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.« Aus dem Schwur von Buchenwald, gesprochen auf der Trauerkundgebung des Lagers am 19. April 1945 

Die Historikerin Sonia Combe hat ein Buch über das Konzentrationslager Buchenwald geschrieben.¹ Sie beschäftigt sich darin mit dem Kampf der Häftlinge um das Überleben in einem Lager, das dazu ausersehen war, seine Insassen durch Arbeit zu töten, indem man sie in Rüstungsbetrieben und in einem Steinbruch bis zum letzten Atemzug schuften ließ. »Vernichtung durch Arbeit« nannten es die Faschisten. Beschönigend als Arbeitslager bezeichnet, war es eine Mordfabrik, in der sich Nazideutschland seiner Gegner und kritischen Geister – in erster Linie Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter – entledigte, nicht ohne sie vorher bis auf den letzten Blutstropfen auszubeuten. Aber auch Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Kriminelle wurden hier eingesperrt. Mehr als 56.000 Häftlinge wurden in Buchenwald unweit von Weimar ermordet.

Am 16. April 2018 erschien in der jungen Welt ein Beitrag von Sabine Kebir (»Wahrheiten aus der Grauzone«) zu Combes Buch. Vieles, was Sabine Kebir schreibt, findet meine Zustimmung. Aber bei manchen Fragen komme ich zu anderen Ergebnissen. Das scheint mir gerade bei diesem ideologisch schwer befrachteten Thema nicht verwunderlich. Ich möchte hier einige Aspekte hervorheben, die es mir schwer machen, Combes Buch positiv zu beurteilen.

Der Titel des Buches »Ein Leben gegen ein anderes« ist eine Feststellung die zunächst irritiert, aber durch den Untertitel »Der ›Opfertausch‹ im KZ Buchenwald und seine Nachgeschichte« wird die Richtung deutlicher: Opfertausch als lebensrettende Methode, bei der man dem einen das Leben rettet, indem man einem anderen dasselbe nimmt? Deutsche Historiker »entdeckten« diese Methode bei kommunistischen Funktionshäftlingen (Kapos) im KZ Buchenwald, angewandt, um Ihresgleichen zu retten und Missliebige zu töten, so der Vorwurf.

Das »Buchenwaldkind«

Die Rettung des »Buchenwaldkindes« Stefan J. Zweig durch kommunistische Häftlinge beschreibt Combe in ihrem Buch so: »Dieser war am 25. September 1944 im Alter von dreieinhalb Jahren von kommunistischen Häftlingen vor dem Abtransport nach Auschwitz gerettet worden, indem sie seinen Namen von der Deportationsliste gestrichen hatten. Der Sinto Willy Blum, ein Jugendlicher im Alter von 16 Jahren hatte seine Stelle eingenommen.«² Diese Darstellung führte unmittelbar zum Kampfbegriff »Opfertausch«, der in sich selbst bereits das moralisch fragwürdige des Tuns trägt. Leider wird er nicht besser dadurch, dass man ihn in Anführungszeichen steckt. Hier liegen bereits die ersten Stolpersteine für die wahrlich anspruchsvolle Aufgabe: Kann man vorurteilsfrei an dieses Problem herangehen, wenn man sich von Beginn an des Vokabulars derjenigen bedient, deren Urteil über den »Opfertausch«, die Opfer und die Täter bereits feststeht?

Combe breitet eine Fülle von Material aus. Sie hat zahlreiche Interviews geführt. Ein Name fehlt. Warum hat sie kein Interview mit Stefan J. Zweig geführt? Sie teilt zwar mit, dass dieser in Wien lebt, warum es aber zu keiner Begegnung gekommen ist, darüber erfährt man nichts. Gerade Stefan J. Zweig hätte es verdient, dass man ihn nicht erneut zum Objekt einer Studie oder eines Buches macht, sondern selbst sprechen lässt. Zweig ist seit Jahrzehnten Zielscheibe derjenigen, die nachweisen wollen, dass Eigennutz und Rache und nicht Solidarität und Menschenliebe die Triebkräfte der Häftlinge waren, die ihn vor dem Tod in Auschwitz bewahrten. Er – und niemand andereres – strengte gegen den Leiter der Gedenkstätte Buchenwald einen Prozess wegen der Verwendung des Begriffs »Opfertausch« im Zusammenhang mit seiner Person an.

Combe spricht unkommentiert vom Mythos des »Buchenwaldkindes«. Ist das Buchenwaldkind eine Erfindung? Sind die Umstände seiner Rettung erlogen? Sie schwächt ab, interpretiert, zweifelt an – aber sie distanziert sich nicht. Für sie ist das Leben Stefan J. Zweigs das Ergebnis des Todes von Willy Blum – arrangiert durch buchhalterische Tricks von roten Kapos.

Stefan J. Zweig hat ein Buch über sich und seinen Vater Zacharias Zweig geschrieben.³ Aus ihm kann man alles erfahren über das Schicksal der Familie Zweig – von denen zwanzig Menschen Hitlers Mordmaschine nicht überlebten – bis hin zur Rettung von Vater und Sohn durch Häftlinge in Buchenwald. Hat sich Frau Combe nicht gefragt, warum dieses Buch von keinem Verlag angenommen wurde und schließlich im Eigenverlag erschien? Ist dieses Buch keine verlässliche Quelle? Ist Sonia Combe nicht aufgefallen, dass in ihrem vielzitierten Kogon-Bericht⁴ kein Wort zu Zacharias und Stefan J. Zweig steht? Ist es ein Zufall, dass ausgerechnet das Dokument, welches beweist, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Streichung des Buchenwaldkindes von der Transportliste und dem »Hinzufügen« von Willy Blum gibt, von den Erfindern des »Opfertauschs« nicht herangezogen wurde, obwohl es im Archiv der Gedenkstätte Buchenwald vorhanden ist? In diesem Schreiben vom 23.9.1944 bestätigt der Lagerarzt⁵, »die Häftlinge 41923/47 Bamberger, W. und 74254/47 Blum Willy wollen auf Transport mit ihren Brüdern, wogegen keine Bedenken bestehen.«

Es fällt schwer, an ein Versehen zu glauben. Man hätte auch Stefan. J. Zweig fragen können.⁶

Kogons Vorwort

Eugen Kogon schrieb den »SS-Staat« – eine überarbeitete Fassung seines erst 1996 von dem Historiker David A. Hackett herausgegebenen und im Auftrag des US-Geheimdienst verfassten »Buchenwald-Reports«⁷ – nicht schon im Lager, wie Sonia Combe irrtümlicherweise schreibt, sondern erst 1946. Dabei wurden die Einzelberichte, die im Report noch einzelnen Häftlingen namentlich zugeordnet waren, im Gesamtkontext der Beschreibung des Systems der deutschen Konzentrationslager aufgelöst. Kogon schildert die Verfahrensweise ausführlich im Vorwort zur ersten Ausgabe des Buches »Der SS-Staat«. Sein Bemühen um die Glaubwürdigkeit seiner Darstellungen veranlasste ihn, das Manuskript für ihn wichtigen Häftlingen vorzulesen:

»Jeder von uns hatte große Lagererfahrung: Fünf Jahre Haftzeit war unser Minimum, wir waren ›von unten aufgestiegen‹, zum Teil unter mühseligsten Umständen, allmählich aber in Positionen gelangt, die uns Einblick und Einfluss zugleich gebracht hatten. Beides war immer gefährlich gewesen, besonders da niemand von uns der ›Prominenten‹-Schicht des Lagers angehört hatte; keiner von uns war korrupt, keiner mit irgendwelchen Lagerschandtaten befleckt. Um gewisse Befürchtungen zu zerstreuen, der Bericht könnte sich zu einer Art Anklageschrift gegen führende Lagerinsassen gestalten, las ich ihn Anfang Mai 1945, soweit er damals bereits fertiggeschrieben war – es fehlten von insgesamt zwölf nur mehr die letzten zwei Kapitel –, einer Gruppe von 15 Männern vor, die entweder der illegalen Häftlingslagerleitung angehört hatten oder für bestimmte politische Häftlingsgruppen repräsentativ waren. Sie billigten den Inhalt als zutreffend und objektiv.«⁸

Bei aller Detailtreue, die Sonia Combe sonst an den Tag legt, ist es doch eine Unterlassung, wenn sie außer Walter Bartel und Ernst Busse die anderen Teilnehmer der Gruppe, denen Kogon sein Manuskript des obengenannten Buchenwald-Reports (nicht das des SS-Staats!) vorlas, nicht nennt. Unter den darin gesammelten Berichten standen nämlich in der Regel noch die Namen der Verfasser. Neben den Kommunisten, die an dieser Vorlesung Kogons teilnahmen, waren noch vertreten: der Sozialdemokrat Heinz Baumeister, der ukrainische Komsomolzenführer Boris Danilenko, der Zentrumspolitiker Werner Hilpert, der russische Kriegsgefangene A. Kaltschin, der Sozialist Ferdinand Römhild und der Sozialdemokrat Ernst Thape.

Als hätte Kogon geahnt, was 50 Jahre später mit dem Untergang der DDR möglich wurde: Die Diskreditierung des Antifaschismus in der DDR als verordnet und die Verunglimpfung des Widerstandskampfes im KZ Buchenwald als »beinahe kriminell«. Seit 1977 (45. Auflage) fehlt genau dieses Vorwort mit der obengenannten Aufzählung im »SS-Staat«.

Zwei deutsche Diktaturen

Ähnlich unkritisch zeigt sich Combe, wenn sie von »zwei deutschen Diktaturen« schreibt. Hatte die DDR nicht alles moralische Recht, aus der Erfahrung der gerade beseitigten faschistischen Diktatur einen Staat auf deutschem Boden zu schaffen, der eben den Antifaschismus – mit seiner konsequenten Ablehnung des Faschismus – zu seiner Grundlage machte? Standen nicht an vorderster Stelle genau diejenigen, die den deutschen Konzentrationslagern entronnen waren? Die DDR wurde doch erst gegründet, nachdem in Fortsetzung der alten Traditionen des Deutschen Reiches die Bundesrepublik gegründet worden war. Wie kommt Combe zu der Erkenntnis, in der DDR-Rezeption der Lagergeschichte habe es nur Helden und Henker gegeben? Der leichtfertige Umgang mit bereits negativ besetzten Begriffen ist ein durchgehendes Ärgernis ihres Buches.

Völlig daneben liegt sie, wenn sie meint, die DDR-Führung habe der physisch und moralisch am Boden liegenden Bevölkerung gewissermaßen eine stillschweigende Übereinkunft vorgeschlagen, »wenn sie ihr Gesellschaftsprojekt akzeptierte und mittrug, sollten die Naziverbrechen ausschließlich auf die BRD zurückfallen«⁹. Die Zahlen verurteilter Nazi- und Kriegsverbrechern in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR (1945–1990 insgesamt 12.890) kann man nachlesen. Dass außerdem 390.478 Nazis aus führenden Positionen entfernt wurden, ist ebenfalls belegt. Wie kann man angesichts dieser Zahlen von einer »Übereinkunft« sprechen?

Und was soll man davon halten, wenn Combe eine Behauptung Marcel Reich-Ranickis über Bruno Apitz, dieser sei ein Schriftsteller ohne Talent, unkommentiert wiedergibt? Combe selbst bezeichnet den Roman »Nackt unter Wölfen« in seltsamer Diktion als nicht völlig verfehlt, ein Buch, das in einer Gesamtauflage von drei Millionen Exemplaren erschien ist. Dass sich auch der ehemalige Buchenwaldhäftling und Schriftsteller Jorge Semprún 2004 zu der Aussage hinreißen ließ, »›Nackt unter Wölfen‹ ist kein Buch, das ist keine Literatur, das ist gar nichts«, bedeutet doch nur, dass die Tatsache, Häftling in Buchenwald oder anderswo gewesen zu sein, nicht einschließt, fortan immer recht zu haben.

Fehlende Quellen

Es hat den Anschein, dass Frau Combe bei der Wahl ihrer Quellen den Schwerpunkt auf ihrer Meinung nach unbelastete Zeugen legt. Belastet sind für sie offensichtlich Quellen mit kommunistischem Hintergrund. Selbst ihrem Landsmann und Buchenwaldhäftling Marcel Paul, Kommunist und Mitglied des Internationalen Lagerkomitees (ILK) misstraut sie und ringt sich halbherzig dazu durch, anzuerkennen, dass Marcel Pauls Rechtschaffenheit außer Zweifel zu stehen scheint. Immerhin hat dieser dem späteren Gründer des größten französischen Rüstungskonzerns Marcel Dassault in Buchenwald das Leben gerettet. Dass das allerdings keine Einzelleistung Marcel Pauls zur Rettung eines anderen Franzosen war, sondern auf einen Beschluss des ILK zur Rettung von 46 Häftlingen zurückging, die von der SS ermordet werden sollten, erwähnt sie nicht.

Bei der Recherche für ihr Buch ist ihr eigenartigerweise eine weitere wichtige Quelle entgangen: der Bericht des Internationalen Lagerkomitees Buchenwald vom April/Mai 1945. Entstanden unmittelbar nach der Befreiung des Konzentrationslagers, ohne ideologische Einflüsse von »außen«, weder von der Moskauer KPD-Führung, noch von den Russen, noch von den US-Amerikanern. Sie hätte ihn finden können, denn er wird einige Male im erstmals 1960 erschienenen und seitdem mehrmals neu aufgelegten DDR-Standardwerk »Buchenwald – Mahnung und Verpflichtung« erwähnt, zu dessen internationaler Redaktion neben Walter Bartel auch der Résistance-Kämpfer und Kommunist Pierre Durand gehörte, der bis 2001 Vorsitzender des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos war. Durand wird in Combes Buch nicht genannt. Er hatte am 19. April 1945 den Schwur von Buchenwald in französischer Sprache verlesen. Der Bericht des Lagerkomitees, der gleichzeitig mit dem »Buchenwald-Report« Kogons entstand und bereits 1945 veröffentlicht wurde, geht auch auf das Krankenrevier und die dort praktizierten Methoden des organisierten Widerstands ein, einschließlich des Austauschs von Kranken im Block 61, dem »Block des Todes«. Dazu wurde ein kollektiver Beschluss gefasst, der unter anderen folgende Punkte enthielt:

»Zu diesem Austausch sollen vorzüglich ehemalige SS-Freiwillige oder Spitzel der SS oder Verräter herangezogen werden, die von ihren Landsleuten auf Grund der bei den Effekten gefundenen Nazilegitimationen festgestellt wurden. (…) Alle von der SS mit der Strafe des Erschießens oder Erhängens bedrohten Häftlinge werden, soweit wie möglich, im Block 61 aufgenommen, ihre Identität mit der von wirklich Verstorbenen vertauscht und sie unter neuem Namen am anderen Tag entlassen.«¹⁰

Auch in »Buchenwald – Mahnung und Verpflichtung« sind in den Berichten vieler Häftlinge die Methoden zur Rettung beschrieben worden – aber eben nicht als »Opfertausch«!

Der Kampf der Politischen gegen den Terror der SS und der BVer (d. h. den mit der SS kollaborierenden Berufsverbrechern) wurde mit aller Härte bis hin zur Tötung von Spitzeln und Verrätern geführt. Moralisierende Maßstäbe an damaliges Handeln anzulegen ist nicht nur abwegig, sondern auch überheblich und unterschlägt, dass sich das »Rechtssystem« der inneren Häftlingsselbstverwaltung unter dem Druck der äußeren absoluten Rechtlosigkeit des Herrschaftssystems der SS im Lager herausbilden musste. Dadurch luden natürlich alle verantwortlichen Häftlinge eine ungeheure moralische Verantwortung auf sich. Unter der Voraussetzung, dass sie hofften, das Lager lebend zu verlassen, hätte es nur die Alternative gegeben, sich einer Einbeziehung in jede Funktion der Häftlingshierarchie zu enthalten. Aber auch dieses Recht hatten die Häftlinge nicht. Das gilt auch für Eugen Kogon als Schreiber des ersten Lagerarztes und SS-Sturmbannführers Erwin Ding-Schuler, zu dem Kogon, wie er selbst bekundet, ein fast vertrauensvolles Verhältnis aufbaute. Diese Stellung ermöglichte ihm 1944 bei der Rettung von drei englischen Geheimdienstmitarbeitern vor dem sicheren Tod zu helfen. Niemand ist bisher auf die Idee gekommen, Kogon aufgrund dieser »Nähe« zu Ding-Schuler eine Kollaboration mit der SS zu unterstellen, um sich persönliche Vorteile wie z. B. das Überleben zu verschaffen.

Kollegial statt kritisch

Wie unkritisch Combe ihren deutschen Historikerkollegen gegenübertritt, wird deutlich, wenn sie dem Spezialisten für die Repression in der DDR Karl Wilhelm Fricke attestiert, ihm seien die Namen Ernst Busse und Erich Reschke unbekannt gewesen.¹¹ Beide wurden vom NKWD 1951 aufgrund von Denunziationen – und nicht aufgrund von Geständnissen – zu lebenslanger Lagerhaft verurteilt. Nur Erich Reschke überlebte. Busse starb 1955 in Workuta. Fricke hat in antikommunistischer Tradition diese beiden einfach nicht zur Kenntnis genommen. Beide waren ja trotz Lagerhaft Kommunisten und keine DDR-Dissidenten. Den Dissidenten Hans Joachim Schädlich kennt Fricke natürlich. Dieser musste in seinem Roman »Anders« einige Stellen über den »Opfertausch« in Buchenwald im Ergebnis einer Klage von Stefan J. Zweig streichen.

Dem eigentlichen Erfinder des antikommunistischen Kampfbegriffs »Opfertausch«, dem Historiker Lutz Niethammer, tritt Combe ebenfalls mehr kollegial als kritisch gegenüber und verteidigt ihn gegen »die professionellen Sachwalter der Antifaschismus-Doktrin des untergegangenen SED-Staates«,¹² die sich durch Niethammer in ihrem Lebenswerk verunglimpft sahen. Als Repräsentant dieser Sachwalter nennt sie ausgerechnet Emil Carlebach, der sich jahrelang gerichtlich gegen »Mordvorwürfe« zur Wehr setzen musste. Sein Pech war, dass man immer wieder versuchte, ihn zur Strecke zu bringen, weil er bis an sein Lebensende seinen Idealen treu blieb.

Im »Buchenwald-Report« (wortgleich bei Kogon und im ILK-Bericht) findet sich eine bemerkenswerte Aussage von Emil Carlebach: »Der Kampf gegen die SS für unsere Erhaltung konnte nicht orthodox oder liberal, zionistisch oder sozialistisch geführt werden, es ergab sich von selbst nur eine Möglichkeit: Zusammenschluss aller Widerstandswilligen auf dem Boden des Antifaschismus.«¹³

Walter Bartel drückte das 1948 auf dem Buchenwaldtag so aus: »Wir haben uns unseren Kampf nicht durch Parteibrillen oder Dogmen führen lassen. Wir fragten nur eines: Bist du bereit, mitzukämpfen, dann sei unser Mitstreiter. Bist du bereit, mit uns zu handeln, dann komm zu uns. Uns interessiert nicht, welcher politischen Auffassung, welcher Weltanschauung du außerhalb des Zaunes oder außerhalb der Kampfbereitschaft warst. Daraus ergeben sich für uns damals und heute sehr ernsthafte Schlussfolgerungen.«¹⁴

Sind das Haltungen von »kommunistischen Betonköpfen«, die ihre Stellung in Buchenwald dazu nutzten, um Abweichler von der kommunistischen Linie zur Strecke zu bringen, wie der von Combe zitierte Buchenwaldhäftling Ernst Federn behauptet?

Mit dem Untergang der DDR musste von Seiten der Sieger erneut gegen ihre »unverbesserlichen Anhänger« gekämpft werden, die nicht davon abließen sich auf den antifaschistischen Gründungskonsens der sozialistischen Republik zu berufen. Aus dem Gründungskonsens musste ein Gründungmythos, ja ein »verordneter Antifaschismus« werden. Erfüllten die daran beteiligten Historiker damit nicht einen politischen Auftrag, den der ehemalige Bundesjustizminister Klaus Kinkel die »Delegitimierung der DDR« nannte?

Gesäuberter Antifaschismus

Seitdem ist eine Flut von Schmähschriften gegen alle Arten von Antifaschisten erschienen. Lutz Niethammer erfüllte dann endlich mit großem Einsatz den Wunsch der Antikommunisten, indem er den Antifaschismus in der DDR solange »säuberte«, bis Kurt Schumachers »rotlackierte Faschisten« darunter hervorkamen. Doch dieser Sieg, wahrlich eines Pyrrhos würdig, erweist sich als trügerisch und gleichzeitig gefährlich, »entlarven« Niethammer und Co doch damit auch Eugen Kogon als Handlanger der »roten Kapos« von Buchenwald. Sie entziehen letztlich allen Bürgern der ehemaligen und jetzigen Bundesrepublik Deutschland die Legitimation, sich in ihrem antifaschistischen Bemühen auf Eugen Kogons »Der SS-Staat« berufen zu können und nicht auf die jetzt obsolete DDR-Rezeption. Was dann noch übrig bleibt, ist eine Bundesrepublik Deutschland als ökonomischer, juristischer und politischer Nachfolger des »Dritten Reiches«.

Sonia Combe hatte als Französin die Möglichkeit, sich aus den »innerdeutschen Querelen« um Buchenwald herauszuhalten und diese quasi aus neutraler Sicht zu beleuchten. Diese Chance hat sie leider nicht genutzt. Parallel zur Überhöhung des Antifaschismus in der DDR spricht sie von einer Überhöhung der Résistance in Frankreich. Gerade die Résistance – unter Beteiligung der Kommunisten – war es doch, die Frankreichs Ehre gerettet hat, nachdem Landesverräter wie Philippe Pétain sie bereits an Hitlerdeutschland verkauft hatten.

Die Gräben von damals sind eben nicht zugeschüttet oder eingeebnet. Wer auf welcher Seite steht, ist unschwer zu erkennen. Stefan J. Zweig spricht es trotzig aus: »Wir alle waren Rote Kapos in Buchenwald.«¹⁵ Sonia Combe hat mit ihrem Buch leider kein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Chance, es anders und besser zu machen als Niethammer und seine Mitstreiter, ist vertan. Combes Wunsch nach einem europäischen Erinnerungsort bleibt Illusion. Der Weg, Buchenwald zu einer antikommunistischen Wallfahrtstätte zu machen, ist bereits beschritten. Ihr Buch wird daran nichts ändern. Der Schwur von Buchenwald ist noch nicht erfüllt.

Anmerkungen:

1 Sonia Combe: Ein Leben gegen ein anderes. Der ›Opfertausch‹ im KZ Buchenwald und seine Nachgeschichte, Berlin 2017

2 Ebd. , S. 26

3 Zacharias Zweig: »Tränen allein genügen nicht«. Mit Epilog, , zeitgenössischen Illustrationen, Bildern, Texten und Satiren, hg. v. Stefan J. Zweig. 2. Aufl., Wien 2007

4 Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, München 1946

5 Das Dokument trägt keine Unterschrift, Lagerarzt war zuletzt SS-Sturmbannführer Erwin Ding-Schuler.

6 http://www.stefanjzweig.de/news.htm. Das Dokument ist hier als Faksimile abgebildet.

7 Der Buchenwald-Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, hg. v. David A. Hackett, München 1996

8 Kogon, a. a. O., Vorwort

9 Combe, a. a. O., S. 174

10 Internationales Lagerkomitee (Hg.): Bericht des Internationalen Lagerkomitees, Weimar [1945], S. 79

11 Combe, a. a. O., S. 251

12 Ebd., S. 252

13 Der Buchenwald-Report, a. a. O., S. 203

14 Buchenwaldarchiv, BA 011-6, S. 2 f.

15 Zacharias Zweig, a. a. O., S. 372

Günter Pelzl (Jg, 1948) ist promovierter Chemiker. Er war hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit und dort zunächst in der Abteilung »Geheimschriften und Markierungen«, dann in der Abteilung »Analyse und Reproduktion von Dokumenten« tätig. Einer seiner ihn prägenden Vorgesetzten war der Buchenwald-Häftling Richard Großkopf (1897–1977).


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Quelle: Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein LP 029/18 – 05.03.18

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Autor: Jan van Aken, MdB

Leseempfehlungen April 2017

Gruppen der Berliner Friedenskoordination protestieren gegen den US-Angriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt al-Schairat

Wer am vergangenen Mittwoch (5.4.) in der ZDF-Sendung Markus Lanz den Ausführungen des renommierten Syrien-Experten Dr. Michael Lüders zugehört hat, war Zeuge einer Sensation. Lüders berichtete von seinen Recherchen zum verheerenden Giftgasangriff auf das syrische Ghuta am 21. August 2013 mit 1.400 Toten. Die US-Regierung unter Barack Obama sei mit ihrem Urteil über die Urheberschaft schnell bei der Hand gewesen: die syrische Regierung sei es gewesen. 2012 schon hatte Obama für den Fall des Giftgaseinsatzes der syrischen Regierung militärische Konsequenzen angedroht. Nun schien die „rote Linie“ überschritten. Obama zog Truppen zusammen und der Angriff auf Syrien drohte. Lüders‘ Recherchen ergaben jedoch, dass US-Geheimdienste Obama vor dem Angriff warnten, deshalb, weil herauskam, dass das eingesetzte Sarin – aufgrund seiner Zusammensetzung – nicht aus dem syrischen Arsenal stammte. Zusätzlich sei den US-Geheimdiensten am 20. Juni 2013 bereits bekannt geworden – das ist die Sensation – dass der türkische Geheimdienst MIT den syrischen Al-Kaida-Ableger al-Nusra Sarin zukommen lassen hatte, und Al-Nusra in der Lage gewesen sei, diesen geächteten Kampfstoff selbst herzustellen. Lüders geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass beide den Giftgasanschlag von Ghuta zu verantworten haben – jedenfalls mit hoher Bestimmtheit nicht die syrische Regierung. Der US-Angriff blieb damals aus. Nur deshalb, weil Russland Obama vor einem Gesichtsverlust mit dem Angebot retten konnte, dass Syrien dem Chemiewaffenübereinkommen beitrat. In einer aufwendigen Aktion wurden die C-Waffen aus Syrien entfernt und vernichtet. Die damit beauftragte UN-Organisation OPCW erhielt den Friedensnobelpreis.

Wiederholt sich die Geschichte?

Wir wissen es nicht. Am 4.4. erfolgte ein Giftgasanschlag im syrischen Chan Scheichun mit über 80 Toten. Die US-Regierung unter Donald Trump machte flugs den Täter im syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fest. Belege dafür hatte sie nicht. Denn bisher liegen keine Ergebnisse vor über die Zusammensetzung des chemischen Kampfstoffs. Die Beschreibungen des Tatvorgangs sind widersprüchlich, selbst die Uhrzeit ist strittig. Die Täter sind nicht ermittelt, geschweige denn besteht Klarheit über das Motiv der Täter. Ohne diese notwendige Untersuchung überhaupt erst einzuleiten, wird der denunzierte Täter flugs bestraft.

Wir verurteilen diesen US-Angriff als Aggression. Es liegt kein Mandat des UN-Sicherheitsrats vor. Die USA sind nicht angegriffen worden, so dass ihre Regierung sich nicht auf Notwehr berufen kann. Der Angriff trifft die Regierung eines Landes, das Mitglied der Vereinten Nationen ist und den Schutz der Völkergemeinschaft genießt. Die US-Regierung bricht hier bewusst das Völkerrecht. Die USA ist Wiederholungstäter. Denn sie tat das schon im Jugoslawienkrieg 1999, im Irakkrieg 2003 und im Libyenkrieg 2011. Und es ist nicht so, dass die Bundesregierung zu diesem neuerlichen Rechtsbruch nur schweigt, nein, sie begrüßt ihn. Das empört uns!

Wir fordern die Bundesregierung auf, den Völkerrechtsbruch der USA zu verurteilen.

Hier herrscht nicht die Stärke des Rechts, sondern das Recht des (vermeintlich) Stärkeren – das Faustrecht. Die USA unterminieren die internationale Rechtsordnung!

Dieser Kriegsakt ist eine US-Machtdemonstration. Er soll einschüchtern. Nicht nur die syrische Regierung, auch Russland, China, den Iran, Nord-Korea und manche andere. Er trägt zur weiteren weltweiten Verunsicherung bei und erschüttert das Verhältnis der ohnehin zerbrechlichen Beziehungen zu den Atommächten Russland und China. Die Trump-Regierung muss darin gestoppt, nicht ermuntert werden!

Die US-Aggression trägt nicht zur Beruhigung des Syrienkrieges bei, denn die Forderungen der Dschihadisten an die USA, den Bombenkrieg auf andere Luftwaffenstützpunkte auszuweiten, stehen einer Verhandlungslösung diametral entgegen. Dabei ist klar, dass dieser erbittert geführte zähe Krieg sobald wie möglich durch Verhandlungen beendet werden muss.

Und wenn sich die Geschichte doch wiederholt? Wir wissen es nicht. Erst die Zukunft wird es möglicherweise zeigen.

Augenfällig ist schon, dass der Zeitpunkt des Giftgasanschlags unmittelbar vor dem Beginn einer internationalen Syrien-Konferenz erfolgte. Die dort versammelten Außenminister der Anti-Assad-Front verurteilten die syrische Regierung und forderten den Abgang Assads. Syrien sei nur ohne ihn als Präsident vorstellbar. Kann die syrische Regierung Urheber dieser Tat sein, wenn sie damit rechnen muss, dass sie einzig Wasser auf die Mühlen ihrer Gegner ist?

Quelle: Berliner Friedenskoordination

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RotFuchs - Ausgabe 227 - Dezember 2016

Zur Ausgabe 227 (weiter zur RotFuchs-Website)
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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Ohne Frieden kein Überleben
  • Syrien zwischen Schatten und Licht
  • Morgen kommt der Weihnachtsmann
  • Die UNO-Agenda 2030 und ihre Zukunftsziele
  • Freifahrtschein für die Erdoğan-Diktatur
  • Bleibt Schweden weiter blockfrei?
  • Dilma Rousseff: „Laßt nicht nach im Kampf!“
  • Als die Nazipolizei aus mir einen Antifaschisten machte
  • Über die unterschiedliche „Bewältigung“ des Faschismus in Ost und West
  • Zuschrift an die Lokalpresse zur Friedensdemonstration am 8. Oktober
  • „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“
  • Spanienfreiwillige aus Baden
  • Bündnis mit der Zukunft
  • Julij Kwizinski – Zum Gedenken an den Freund
  • Die Wohnung als soziales Gut ist längst passé
  • Kapitalismus führt zu Wohnungselend
  • Willenserklärung des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden am 3. Oktober 2016 anläßlich der Alternativen Einheitsfeier
  • Aufruf zur Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2017
  • Meine Gedanken zum Bildungssystem in der DDR
  • Wissenschaftliche Weltanschauung erlebt
  • Sozialistisches Eigentum
  • Achtet nicht auf das, was sie sagen, achtet auf das, was sie tun!
  • Wozu Dopingvorwürfe instrumentalisiert werden
  • Das Unbehagen in der Demokratie
  • Profitgeier
  • Entscheidungen an der Grenze
  • Ruth Rewald ist nicht vergessen
  • Christine Laszar zum 85.
  • Wie stelle ich mir das Jahr 2000 vor?
  • Das Weihnachtsmärchen
  • Stimmen aus aller Welt über die DDR (Folge 6)
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Heinrich Ruynat zum 75. Geburtstag
  • Leserbriefe
  • Baufreiheit für asozialen Wohnungsbau
  • Adiós compañero!
  • Wunderalter sind mir die liebsten …
  • „Wording“, ein Tarnwort für „Sprachregelung“

Zur Ausgabe 227 (weiter zur RotFuchs-Website)

RotFuchs - Ausgabe 226 - November 2016

Zur Ausgabe 226 (weiter zur RotFuchs-Website)
Zur Ausgabe 226 (weiter zur RotFuchs-Website)

Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Im Zeichen des roten Sterns
  • NATO-Kriegsbotschaft aus Warschau
  • „Es geht um unsere Existenz“
  • Wege aus der Kriegslogik – Für eine neue Friedenspolitik
  • Ja zum Baum
  • Hillary Clinton und die Kriegsgefahr
  • Jeremy Corbyn bleibt Labour-Chef
  • Justiz unterstützt Erdoğans Krieg gegen die Kurden
  • Der „RotFuchs“ braucht Eure Solidarität
  • Vom Versagen des Parlamentarismus in der Systemkrise
  • Olympische Spätlese 2016
  • Wer beherrscht den Osten?
  • Ein Kämpferleben
  • Nikaragua: 19. Juli, Sieg der Hoffnung
  • Brasilien: Verschwörung gegen die Demokratie
  • Die Verurteilung des Mörders von Víctor Jara
  • Beobachtungen in Afghanistan
  • Unwissenheit ist ein Herrschaftsinstrument
  • Weiter so in Schwerin und in Berlin?
  • Über den internationalistischen Charakter der kommunistischen Weltanschauung
  • Slobodan Milošević freigesprochen
  • Wer will das Bargeld abschaffen?
  • Angst vor dem Sozialismus?
  • Schulbücher aus der DDR, auch heute unentbehrlich
  • Meine Erinnerungen an den 17. Juni
  • Spanienkrieg und proletarischer Internationalismus
  • „… auf der Suche nach einem eigenen Leben“
  • Freibier oder Vaterland
  • Megalophobie – Angst vor Großem …
  • Naziverbrecher wurden in der DDR konsequent verfolgt
  • Viel Lärm um nichts
  • Stimmen aus aller Welt über die DDR (Folge 4)
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Leserbriefe
  • Neokolonialismus
  • Willkommen, du schwierige Frage!
  • Elemente des „linken Antikommunismus“

Zur Ausgabe 226 (weiter zur RotFuchs-Website)

Leseempfehlung - 28.10.2016

Egon Krenz übersandte der Redaktion des OKV am 21.10.2016 den nachfolgenden Diskussionsbeitrag zur Veröffentlichung, den er auf einer Konferenz in Peking (VR China) am gleichen Tag gehalten hatte.

RotFuchs - Ausgabe 225 - Oktober 2016

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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Wir sind schon viele, doch der Frieden braucht mehr!
  • Kein NATO-Gipfel ohne Proteste
  • Säbelrasseln mit göttlichem Beistand
  • Erinnern an Wilhelm Rudolph
  • An die Kleinmütigen
  • Die unbesiegliche Inschrift
  • Für Eugène Pottier, den Dichter der „Internationale“
  • Die unbesiegliche Inschrift, 1973
  • Kriegsabenteurer am Werk
  • Deutsche Speerspitze in Litauen
  • Die brasilianische Tragödie
  • Zeitenwende in Brasilien
  • Erklärung Kubas zum Anti-Rousseff-Putsch
  • Ausschluß Venezuelas aus der OAS verhindert
  • Iranische und türkische Kommunisten einig in der Wertung der Entwicklungen in der Türkei
  • Tudeh-Partei Iran verurteilt Hinrichtungen
  • Kurt Pätzold, Faschismus-Forscher
  • Als der „rote Kutscher“ seine Kollegen organisierte
  • In alter Verbundenheit, Hermann Kant
  • Wie mir der Antifaschismus aufgezwungen wurde
  • „Wolfsmenschen“ am Hauptbahnhof
  • An die Mütter
  • Die Prinzipien des proletarischen Internationalismus
  • Der Schwur von Luckau
  • Die „Wende“ war keine Wende zum Besseren
  • Du hast einen Feind
  • Grund zu Jubelfeiern oder Zwang zur Gewissensprüfung?
  • Deutsches Volkslied anno 1991
  • Post aus Chile – Korrespondenz mit Margot Honecker
  • Eine proletarische Familien-Saga
  • Was des Volkes Hände schaffen …
  • Die Preisgabe von Prinzipien führt ins Abseits
  • Wer war Dr. Arthur Werner?
  • Ptitschka oder Dank an einen verstorbenen Freund
  • Der Urmensch von Bilzingsleben
  • Stimmen aus aller Welt über die DDR (Folge 4)
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Leserbriefe
  • Bombengeschäft
  • Zur neuerlichen Verunglimpfung der Oktoberrevolution
  • Totengräber oder Scharlatan?
  • „Haste was, dann biste was“?
  • Christentum und Sozialismus – ein unaufhebbarer Widerspruch?

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Leseempfehlungen - 16.06.2016

RotFuchs - Ausgabe 221 - Juni 2016

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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Anleihen bei Goethe
  • Die Vernichtung des Nazismus ist die Hauptaufgabe
  • Aus der Erklärung der KPD zum Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion
  • Heinrich Mann: Der 22. Juni 1941
  • Faschismus-Diagnosen
  • Der heilige Krieg
  • Die BRD muß die Verantwortung für den Völkermord an Sinti und Roma übernehmen!
  • Unsicherheit als Geschäftsmodell
  • Kein Platz für Moral
  • Fluchthelfer, Schleuser und kriminelle Schlepperbanden gestern und heute
  • Was ist ein getötetes Kind wert?
  • Thüringen und die PDL
  • AfD, FPÖ, Front National & Co.
  • Ein Justizmord demaskiert „Hort der Menschenrechte und Demokratie“
  • Free Mumia – Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
  • Rußland exportiert mehr als Erdöl und Erdgas
  • Lettland sperrt Antifaschisten aus und hofiert Waffen-SS-Verehrer
  • Was geschieht in der Türkei?
  • Domino-Praxis in Lateinamerika
  • Klare Kante gegen TTIP
  • Erinnern an Mia Förster-Schönfeld
  • Konstantin Wecker ruft zum Widerstand
  • Vom Heroismus des Rudi Arndt
  • Die utopischen Ideen Robert Owens
  • Fotografie plus Dynamit
  • Hier irrte Heinrich Heine!
  • Rudi Kurz: Hamlet im Mai (Teil 2)
  • Schreck in der Abendstunde
  • Aus dem Leben eines Glaubenichts
  • Der Kabarettist als Aufklärer
  • Der kleine Fuchs und die Smombies
  • DDR-Alltagsgeschichte
  • Über Kriegs- und Friedenslieder
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Einige der Gedenkveranstaltungen in Berlin und Brandenburg zum 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion
  • Leserbriefe
  • Wir bleiben auf der Spur
  • In eigener Sache
  • US-Weltherrschaftsprogramm bedeutet Barbarei
  • Warum in der Alt-BRD der 17. Juni gefeiert wurde und warum Bodo Ramelow daran anknüpft

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RotFuchs - Ausgabe 220 - Mai 2016

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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:


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Zum Extra der Ausgabe 220 (weiter zur RotFuchs-Website - PDF-Datei)

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RotFuchs - Ausgabe 218 - März 2016

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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:


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Leseempfehlungen 24.02.2016

RotFuchs - Ausgabe 217 - Februar 2016

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Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Wiederholt sich die Geschichte?
  • Welch ein Glück, daß solche Menschen zu uns gehören!
  • Blieb der Sozialismus in der UdSSR beim Rüstungswettlauf auf der Strecke?
  • Wahrheiten des Hauptmanns Tregubow
  • Prof. Dr. Herbert Meißner: Meine russischen Jahre
  • Vorschläge des Stadtverbandes Strausberg der PDL zum BRD-Weißbuch 2016
  • Rollenverteilung im Kapitalismus
  • Über Antisemitismus und Ausländerhaß
  • Wie sich CDU-Minister Hans Joachim Meyer als Hexenjäger profilierte
  • Ein Arbeiter stellt Vergleiche an
  • Selektion wie in alten Tagen
  • 70 Jahre nach Nürnberg
  • Sündenfall und mehr
  • Die Flüchtlingskrise aus historischer Sicht
  • ver.di sollte differenzierter beurteilt werden
  • Der Schlichter von Bischofferode
  • Wie sich die Bundeswehr mit Mölders schmückt
  • Was will die Bundesluftwaffe in Syrien?
  • Wer seinem Land treu dient, sage NEIN!
  • J. Fučik: Menschen, ich hatte euch lieb – seid wachsam!
  • Afghanistan: Krieg und Okkupation gehen weiter
  • Der syrische Leidensweg
  • „Machtergreifung“ in Warschau?
  • Zum Ausgang der Wahlen in Venezuela
  • Belgien: Zu einer neuen Symbolik der PTB
  • Irland: Erbitterte Schlacht für das Menschenrecht auf Wasser
  • Wahlen in Spanien: Die Falange-Nachfolger unterlagen
  • „RotFuchs“ und Busch-Chor: mein starkes „Geländer“
  • Ein Mädchen aus Randberlin (Teil 1)
  • Ein Kinderbuch von Ruth Werner
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Spieglein, Spieglein …
  • Selektion
  • Rückfall ins tiefste Mittealter
  • Hô Chi Minhs politisches Testament
  • Leserbriefe

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Leseempfehlungen 25.01.2016

Neue Sicherheitsstrategie der Russischen Föderation - 05.01.2016

RotFuchs - Ausgabe 216 - Januar 2016

Zur Ausgabe 216 (weiter zur RotFuchs-Website)

Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

Inhaltsverzeichnis:

  • Es kracht im Gebälk der EU
  • Respekt vor 145 Bundestagsabgeordneten
  • Tränen für Paris
  • Zensur in der Alt-BRD
  • Informationsgewinnung geht über alles
  • Zur Gegenoffensive in der Erinnerungsschlacht
  • Ein neuer Anlauf beginnt nicht bei Null
  • Das schaurige Spiel um Formosus
  • Walter Ruges vergebliche Suche nach Demokratie
  • Indirekte Schüsse auf Franziskus
  • Eine stets präsente Vergangenheit
  • Fritz Heckert und Chemnitz gehören zusammen
  • DDR-Pflanzenschutz ohne „chemische Keule“
  • Die Katze beißt sich in den Schwanz
  • Über echte und faule Kompromisse
  • Medien als Erfüllungsgehilfen der Politik
  • Von den Anfängen des demokratischen Rundfunks
  • Die UNO im Wandel der Zeiten
  • Ist der Balkan ein „sicheres Herkunftsgebiet“?
  • Erzwungener Szenenwechsel in Lissabon
  • Wir stehen zu Marwan Barghouti
  • Ist Aung San Suu Kyi eine Heilsbringerin?
  • Burkina Fasos Volksmassen zerschlugen Putsch
  • Schreckensbotschaften aus Mexiko
  • Wo Enthaupten zur Routine gehört
  • Wenn die Not von Millionen Normalität ist
  • Alle im selben Boot?
  • Wolfgang Bittner: Worte wider den Wahnsinn
  • Traditionstreue mit neuen Akzenten
  • Eine Fernsehturm-Wette von 1966
  • Martin Andersen-Nexö ehrte die Mütterlichen
  • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
  • Ungebetene „Hilfe“

    RF-Extra I:
  • Vor 140 Jahren wurde Wilhelm Pieck geboren (weiter zur RotFuchs-Website)

    RF-Extra III:
  • Kein Grund zu verzweifeln (weiter zur RotFuchs-Website)

  • Was aus zerronnenen Hoffnungen wurde
  • Auf der Flucht
  • Leserbriefe

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    Leseempfehlung - 06. und 10.12.2015

    "Es ist eine Lüge, dass dieser Kriegseinsatz den IS schwächen wird" - 04.12.2015

    Bomben schaffen keinen Frieden!

    Rede von Sahra Wagenknecht in der Bundestagsdebatte am 04.12.2015 über den Syrien-Einsatz der Bundeswehr

    Dr. Sahra Wagenknecht (DIE LINKE):

    Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundeskanzlerin! Bei der bewegenden Trauerfeier vor einer Woche in Paris zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge wurde das Lied Quand on n’a que l’amour des großen Chansonniers und Pazifisten Jacques Brel gesungen, das in krassem Kontrast zur Kriegsrhetorik des französischen Präsidenten stand.

    Quand on n’a que l’amour
    Pour parler aux canons ...

    Wenn man nur die Liebe hat, um zu den Kanonen zu sprechen. - Das ganze Lied ist eine Hommage an die Liebe und an den Frieden und eine klare Absage an Gewalt und Krieg. Die Zeremonie wurde auch hier in Deutschland übertragen. Ich wünschte, Sie alle, die heute zustimmen wollen, hätten dieses Lied gehört und seine Botschaft verstanden.

    (Beifall bei der LINKEN - Sabine Weiss (Wesel I) (CDU/CSU): Die Franzosen haben es auch gehört und verstanden!)

    Vor genau drei Wochen sind in Paris 130 Menschen einem barbarischen Terrorakt zum Opfer gefallen. Die Täter waren nahezu ausschließlich französische und belgische Staatsbürger, aufgewachsen in den verwilderten Vorstädten von Brüssel und Paris. Und jetzt stellen Sie sich hin und sagen, dass wir den IS dadurch schwächen und bekämpfen, dass wir ebenso unschuldige Menschen, Frauen und Kinder in Rakka und anderen syrischen Städten, bombardieren und dadurch töten. Was ist denn das für ein Wahnsinn? Ich frage Sie: In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?

    (Beifall bei der LINKEN)

    Wenn Sie hier sagen, Sie haben sich das gar nicht leicht gemacht und darüber nachgedacht und wir, die wir Nein sagen, hätten keinen Plan, wie man das anders machen kann, dann sage ich: Doch, es gibt einen anderen Plan. Es gibt nur einen anderen Plan. Krieg macht alles nur noch schlimmer. Sie bekämpfen den IS dadurch nicht. Sie werden ihn stärken mit diesem Einsatz.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Rakka ist eine Stadt mit 200 000 Einwohnern. Bei den letzten Bombardements wurden Krankenhäuser und Schulen getroffen. Es gibt keine offiziellen Zahlen über die Opfer, aber man kann fest davon ausgehen, dass allein der Bombenkrieg der letzten drei Wochen in Syrien mehr Zivilisten getötet hat als die barbarischen Anschläge in Paris. Und auch die Mütter von Rakka weinen um ihre Kinder. Auch Bombenkrieg ist Terror.

    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

    Wollen die kriegführenden Staaten wirklich in einen Wettstreit mit dem IS treten, wer sich aufs Morden besser versteht? Wer das tut, der hat doch schon verloren.

    (Beifall bei der LINKEN - Zuruf von der SPD: Eine unerhörte Argumentation! - Sevim Dağdelen (DIE LINKE): Mord ist Mord!)

    Der französische Wirtschaftsminister Macron hat nach den Anschlägen gesagt, die französische Gesellschaft sei „für den Nährboden“ verantwortlich, auf dem der Terror gedeihen kann.

    (Marcus Held (SPD): Jetzt geht es aber los!)

    Gegen das „Gleichheitsversprechen“ - alles Zitat Macron - der französischen Republik werde tagtäglich verstoßen. „Wir haben die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten beendet“, sagte er. - Sie behaupten, Sie wollen mit Frankreich solidarisch sein. Ich frage Sie: Mit welchem Frankreich? Mit dem der politischen Klasse, das auch schon in der Vergangenheit schlimmste Kriege verantwortet hat - ich erinnere nur an den in Algerien -, oder mit der französischen Bevölkerung, die vor allem in Frieden und Sicherheit leben will?

    (Beifall bei der LINKEN - Zuruf der Abg. Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN))

    Ich sage Ihnen: Wenn Sie echte Freundschaft und echte Solidarität mit Frankreich wollen, dann sollten Sie beispielsweise aufhören, diesem Land über Brüssel eine Austeritätspolitik aufzuzwingen, die immer mehr junge Menschen ihrer Zukunft beraubt. Das wäre echte Solidarität. Da könnten Sie mal einen Schritt vorangehen.

    (Beifall bei der LINKEN - Marcus Held (SPD): Unglaublich!)

    Deshalb noch einmal: Es ist eine schlichte Lüge, dass dieser Kriegseinsatz den IS schwächen wird. Das ist auch der Unterschied zum Kampf der kurdischen Verbände vor Ort.

    (Beifall des Abg. Dr. Alexander S. Neu (DIE LINKE))

    Vielleicht konnte man vor 14 Jahren noch glauben, dass sich das Problem des Terrorismus durch Bombenkriege lösen lässt, aber heute doch nicht mehr nach all den Erfahrungen, die gemacht wurden. 2001 haben Sie entschieden, die Bundeswehr nach Afghanistan zu schicken. Seit 14 Jahren wird dort ein Krieg geführt, dem Tausende Zivilisten und auch über 50 Bundeswehrsoldaten zum Opfer gefallen sind. Und was ist das Ergebnis? Heute haben die Taliban in Afghanistan mehr Rückhalt in der Bevölkerung als je zuvor. Dieser ganze Krieg war ein einziger großer Fehlschlag. Sie könnten das ruhig selbst mal zugeben.

    (Beifall bei der LINKEN - Volker Kauder (CDU/CSU): So ein Quatsch!)

    2003 ist Bush mit seiner „Koalition der Willigen“ in den Irak einmarschiert. Saddam Hussein wurde gestürzt. Sechs Monate später gründete sich der „Islamische Staat“, und heute beherrscht er den halben Irak. 2011 wurde Libyen bombardiert. Gaddafi wurde gestürzt. Seither herrscht Chaos, und der „Islamische Staat“ hat sich auch in Libyen etabliert. Und das Gleiche in Syrien. Das Pentagon hat doch vor kurzem selbst zugegeben, dass diverse islamistische Terrorgruppen und anfänglich sogar der IS von den USA unterstützt wurden, um Assad zu schwächen. Das ist doch die traurige Wahrheit: Es war der Westen, und es waren vor allem die Vereinigten Staaten, die das Monster geschaffen haben,

    (Zurufe von der CDU/CSU und der SPD: Oh!)

    das uns alle heute in Angst und Schrecken versetzt. Das ist die Wahrheit; die wollen Sie nicht hören. Aber es ist das Produkt unserer Kriege, der westlichen Kriege in dieser Welt.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Präsident Dr. Norbert Lammert:

    Lassen Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Janecek zu?

    Dr. Sahra Wagenknecht (DIE LINKE):

    Bitte schön.

    Dieter Janecek (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

    Vielen Dank, Frau Kollegin Wagenknecht, dass Sie diese Zwischenfrage zulassen. - Auch ich werde wie Sie gegen diesen Einsatz stimmen. Aber ich frage mich doch sehr, ob Sie in Ihrer Argumentation nicht etwas einseitig agieren.

    (Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN, der CDU/CSU und der SPD)

    Sie beklagen zu Recht die zivilen Opfer bei den Luftschlägen in Rakka. Was ist aber mit den Luftschlägen der russischen Seite, zum Beispiel in der Region von Homs? Ich kenne einen syrischen Flüchtling, der genau in dieser Region seine Familie hat und darüber klagt, dass die russischen Bomber seit Mitte September hier massive Einsätze mit vielen Opfern fliegen. Dazu kommt kein Wort von Ihnen,

    (Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN, der CDU/CSU und der SPD)

    kein Wort auch von Herrn Bartsch in der Debatte letzten Mittwoch.

    (Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE): Gerne! Gerne! Überhaupt kein Problem!)

    Sind Sie da auf einem Auge blind, dass Sie den Westen für alles verantwortlich machen, aber die verheerenden Einsätze der Russen nicht in diesen Kontext stellen?

    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD - Sevim Dağdelen (DIE LINKE): Wer lesen kann, ist im Vorteil!)

    Dr. Sahra Wagenknecht (DIE LINKE):

    Ich finde es ja wirklich beeindruckend, dass Sie alle klatschen, wenn jemand die zivilen Opfer der russischen Bomben anspricht.

    (Zurufe von der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Selbstverständlich sind diese Opfer genauso tragisch wie die Opfer der Bomben der Franzosen, wie die Opfer der Bomben der Amerikaner, wie die Opfer aller anderen Bomben. Dieser Bombenkrieg ist das falsche Mittel. Bomben schaffen keinen Frieden, egal ob sie von Russland, egal ob sie von den USA, egal ob sie von Frankreich abgeworfen werden.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Das haben wir überall so gesagt. Ich habe gestern auf einer Demonstration hier vor dem Reichstag gesprochen, zu der wir mit eingeladen hatten. Ich habe dort genau das Gleiche gesagt.

    Es ist doch unehrlich: Sie klatschen und sagen, dass diese Opfer falsch sind - das ist auch in die Presse gekommen -,

    (Widerspruch bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    aber Sie stimmen heute einem Militäreinsatz zu, der ganz viele weitere Opfer mit sich bringen wird.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Das ist doch einfach verlogen. Wenn Sie gegen Bomben sind und wenn Sie die russischen Bomben verurteilen, dann reichen Sie, bitte schön, nicht mit Ihren Tornados die Hand dafür, dass dort andere Bomben fallen und Zivilsten töten. Das wäre konsistent, das wäre konsequent.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Dann hätte ich auch Respekt vor Ihnen.

    (Volker Kauder (CDU/CSU): Wir wollen keinen Respekt von Ihnen!)

    Natürlich: Ich weiß sehr gut, dass Assad ein Diktator ist, der sein Land brutal unterdrückt. Aber ich weiß genauso gut, dass es in Washington noch nie um Demokratie und Menschenrechte ging, wenn in selbstherrlicher Arroganz darüber entschieden wurde, welche Diktatoren dieser Welt gestützt und hochgerüstet und welche Diktatoren destabilisiert und gestürzt werden sollen. Es ging doch bei all diesen Kriegen nie um etwas anderes als um Gas, um Öl und um Einflusssphären. Für solche Ziele haben mittlerweile 1,3 Millionen Menschen mit ihrem Leben bezahlt.

    (Henning Otte (CDU/CSU): Alles Klischees!)

    - Klischees? 1,3 Millionen Menschenleben, und Sie reden von Klischees? Dieser Zwischenruf kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein! Ich finde das wirklich ungeheuerlich.

    (Beifall bei der LINKEN - Matthias Ilgen (SPD): Sie sind ungeheuerlich!)

    Es waren diese Kriege, die den Nahen und Mittleren Osten in einen Brandherd verwandelt haben, aus dem heute Millionen Menschen um ihres nackten Überlebens willen fliehen. Es ist ein großes Versagen der europäischen Politik, den USA bei ihren Kriegen viel zu lange die Hand gereicht und den Rücken freigehalten zu haben.

    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

    2001, als der sogenannte Krieg gegen den Terror begann, gab es weltweit einige 100 international gefährliche Terroristen. Heute, nach 14 Jahren des sogenannten Antiterrorkrieges, sind es Hunderttausende. Wollen Sie, dass es Millionen werden? Dann müssen Sie genau so weitermachen und die Spirale aus Krieg und Gewalt immer weiter antreiben.

    (Thomas Hitschler (SPD): Wann kommt denn Ihr Plan? - Marcus Held (SPD): Wo sind Ihre Vorschläge?)

    Im Jahr 2000 kamen weltweit 3 000 Menschen bei Terroranschlägen ums Leben. Im letzten Jahr waren es schon 30 000. Sie wissen ganz genau, dass Sie mit der heutigen Entscheidung natürlich auch die Anschlagsgefahr in Deutschland erhöhen. Nein, ich sage Ihnen: Wer den IS wirklich schwächen will, der muss ihn von Waffen, Finanzen und Nachschub an neuen Kämpfern abschneiden.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Das heißt, er muss die Courage haben, den Terrorpaten unter Ihren vermeintlichen Verbündeten, also der Türkei und den Saudis, endlich das Handwerk zu legen.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Es ist doch ungeheuerlich, dass der Ölschmuggel über die türkische Grenze bis heute nicht unterbunden ist und jede Nacht 100 neue Dschihadisten - zurzeit sind es noch mehr - diese Grenze überqueren, die den Nachschub des IS bilden. Ich finde, statt Syrien zu bombardieren, sollten Sie lieber mal Erdogan dazu bringen, endlich sein falsches Spiel zu beenden. Es ist übrigens auch dieser Erdogan, der die kurdischen Gruppen, die dort wirklich tapfer kämpfen, bombardiert, nicht zuletzt auch mit deutschen Waffen. Das ist doch der Skandal. Das ist die ganze Verlogenheit dieser Politik.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Hören Sie auf, Waffen an Saudi-Arabien und Katar zu liefern! Wir legen heute einen Entschließungsantrag zum sofortigen Stopp der Waffenexporte an Saudi-Arabien, Katar, die Türkei und die Kriegsregion vor. Wer diesem Entschließungsantrag seine Stimme verweigert, der soll bitte nie wieder von sich behaupten, er wolle den islamistischen Terror schwächen.

    (Widerspruch bei der CDU/CSU und der SPD)

    Das ist dann nämlich wirklich pure Heuchelei.

    (Beifall bei der LINKEN)

    Wer heute zustimmt, der führt Deutschland in einen Krieg mit völlig unkalkulierbaren Eskalationsgefahren,

    (Volker Kauder (CDU/CSU): Es reicht jetzt! - Gegenruf der Abg. Katja Kipping (DIE LINKE): Nein, es reicht noch lange nicht! - Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE): Das müssen Sie sich schon anhören, Herr Kauder!)

    in einen Krieg, für den es kein Mandat der Vereinten Nationen gibt, der völkerrechtswidrig ist und klar dem Grundgesetz widerspricht; denn weder Frankreich noch Deutschland werden in Rakka und Aleppo verteidigt. Wer heute zustimmt, der schickt unsere Soldaten in einen Krieg, in dem bereits 14 andere Staaten kämpfen: nebeneinander, miteinander, gegeneinander. Es gibt keine gemeinsamen Ziele, und es gibt keine gemeinsame Strategie, noch nicht mal innerhalb der NATO-Staaten, geschweige denn darüber hinaus.

    Die Wiener Friedensgespräche - noch vor einer Woche hatten wir das Gefühl, dass Herr Steinmeier wirklich ehrlich an deren Erfolg arbeitet -

    (Matthias Ilgen (SPD): Das tut er! - Ulli Nissen (SPD): Was ist los? Was soll das denn heißen?)

    werden durch die Eskalation des Krieges natürlich noch viel mehr erschwert und nicht etwa erleichtert. Das ist doch alles verantwortungslos!

    (Matthias Ilgen (SPD): Sie sind verantwortungslos!)

    Nehmen Sie doch endlich zur Kenntnis, was die sogenannten Antiterrorkriege wirklich gebracht haben. Krieg ist Terror, der neuen Terror hervorbringt.

    (Beifall bei der LINKEN - Volker Kauder (CDU/CSU): Sind die zehn Minuten immer noch nicht um?)

    Ich sage Ihnen: Das ist so, als wollten Sie Papst Julius III. bestätigen, der schon im 16. Jahrhundert gesagt hat - -

    (Volker Kauder (CDU/CSU): Das ist doch schon länger als zehn Minuten!)

    - Ich bin gleich am Ende.

    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD - Zurufe von der CDU/CSU: Bravo! - Na endlich!)

    - Sie wollen das nicht hören, aber Sie werden es noch öfter hören müssen, weil dieser Krieg leider lange dauern wird. - Es ist, wie gesagt, so, als wollten Sie Papst Julius III. bestätigen, der schon im 16. Jahrhundert gesagt hat:

    Wenn Ihr wüsstet, mit wie wenig Aufwand von Verstand die Welt regiert wird, so würdet Ihr Euch wundern.

    Aber eine hochgerüstete Welt mit Atomwaffen kann es sich nicht leisten, ohne Verstand regiert zu werden; denn das ist einfach zu gefährlich. Deshalb wird die Linke heute geschlossen gegen diesen Kriegseinsatz stimmen.

    (Beifall bei der LINKEN - Matthias Ilgen (SPD): Sie haben es einfach nicht verstanden! - Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das war eine Katastrophe! Wirklich beschämend!)


    Die Entscheidung der Bundestagsfraktion Die Linke erhält unsere volle Zustimmung. Lehrt uns nicht der große Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht:

    RotFuchs - Ausgabe 215 - Dezember 2015

    Zur Ausgabe 215 (weiter zur RotFuchs-Website)

    Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

    Inhaltsverzeichnis:

    • Schulterschluß heißt das Gebot
    • Thomas Plassmann – ein Grafiker, der stets ins Schwarze trifft
    • Anstelle einer kirchlichen Fürbitte …
    • Ein Wort zu den Feiertagen
    • Nach Redaktionsschluß: DKP weiter auf bewährtem Kurs
    • Nützlichkeitsrassismus heißt die Devise
    • Wenn sich jeder seine Scheibe abschneiden würde …
    • Ein Philosoph und Zeitungsmann an der Vereinsspitze
    • Neue RF-Internetpräsentation – attraktiv, informativ und nutzerfreundlich
    • Wie wärs …
    • Was uns hemmt und was uns hilft
    • Unterweisung im Töten von Kindesbeinen an
    • Wie versprochen, so gebrochen
    • Auf den Punkt gebracht
    • Auch ein Spanier trug das Siegesbanner zum Reichstag
    • Vor 79 Jahren fiel Hans Beimler bei Madrid
    • Was geschah am Altonaer Blutsonntag?
    • Zur „Gewaltenteilung“ in der BRD
    • Ein Titel aus dem Nachlaß von Liselotte Welskopf-Henrich
    • Wortmeldung eines SPD-Genossen
    • „Ich würde nie mehr an den falschen Stellen ,Hurra!‘ rufen“
    • Gedanken zur Vorweihnachtszeit
    • Liebe Grüße an einen christlichen Kampfgefährten
    • Der Gewinner steht fest
    • Erinnern an Jacques Duclos
    • An der Seite der HDP
    • Suhartos Amoklauf in Indonesien
    • Australiens gefährlichste „Gäste“
    • Kuba: Alphabetisierung als Exportschlager
    • Verdientermaßen Ehrengast
    • Als roter Vogel im schwarzen Nest
    • Haitis Desaster nach der Naturkatastrophe
    • Die Großtat des Gilberto Bosques
    • Terroristen in religiöser Maskierung
    • Palmyra im Herzen
    • Unvergeßliche Eindrücke
    • „Elender Krieg“ von Tardi und Verney
    • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
    • Fachkräftediebstahl
    • Der Bedrohung gemeinsam begegnen!
    • Die Alternative muß erkämpft werden!

      Zur Ausgabe 215 (weiter zur RotFuchs-Website)

      Leseempfehlung - 29.11.2015

      Leseempfehlungen - 20.11.2015

      Leseempfehlungen beim Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. - Oktober 2015

      Bitte klicken Sie auf das gewünschte Dokument um zur Leseansicht zu gelangen. (es öffnet sich die jeweilige PDF-Datei)

      Offener Brief des US-Friedensrates an die Friedens- und Anti-Atom-Bewegung (14.10.2015)
      Offener Brief des US-Friedensrates an die Friedens- und Anti-Atom-Bewegung (14.10.2015)
      Rede der Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE Dr. Sahra Wagenknecht am 15.10.2015 im Bundestag
      Rede der Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE Dr. Sahra Wagenknecht am 15.10.2015 im Bundestag
      Sprachregelung bei der ARD Wording – Anmerkungen zum Gebrauch ausgewählter Begriffe bei der Beschreibung von Konflikten
      Sprachregelung bei der ARD - Wording – Anmerkungen zum Gebrauch ausgewählter Begriffe bei der Beschreibung von Konflikten
      Änderungsantrag der CDU- und SPD-Fraktionen im Innenausschuss vom 14.10.2016 will Flüchtlinge noch weiter aushungern
      Änderungsantrag der CDU- und SPD-Fraktionen im Innenausschuss vom 14.10.2016 will Flüchtlinge noch weiter aushungern

      Quelle: Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V.

      Reminiszenz zum 25. Jahrestag der sog. Einheit Deutschlands - Oktober 2015

      Was veranlasst mich, die Leiterin der Antikriegsvereinigung „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, zur Feder zu greifen und am 25. Jahrestag der deutschen Einheit Stellung zu beziehen ? Als die NATO Jugoslawien 1999, also 44 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, völkerrechtswidrig und unter der Lüge eines sog. Völkermords der Serben an den Kosovo-Albanern angriff (vgl. Einschätzung des deutschen Brigadegenerals und Stellvertretenden des Beraterstabes bei der OSZE in Wien für den Kosovo, Loquai, der in seinem Buch “Wege in einen vermeidbaren Krieg“, auf Seite 37 von über 264 Toten auf Seiten der Serben und der UCK vor dem NATO-Bombardement auf Jugoslawien berichtete ) erschienen solche Plakate in Deutschland wie: “Gäbe es die DDR noch, hätte es den NATO-Krieg gegen Jugoslawien nie gegeben!“ Die Einschätzung der ehemaligen DDR-Bevölkerung über den Weg zur deutschen Einheit bewegt sich zwischen Verrat führender DDR-Politiker 1989 und der Begründung, aus ökonomischen Zwängen heraus notwendig gewordener Vereinigung mit dem anderen kapitalistischen Teil Deutschlands andererseits. Versuchen wir uns ein Bild zu machen. Was der Vorwurf des Verrats der Nachfolger des Staatsratsvorsitzenden Erich Honeckers am Staatsvolk der DDR anbelangt, so ist dieser durchaus nachzuvollziehen.

      In jedem Land der Erde wird nämlich ein solches Vorgehen, wie es 1989 die DDR-Führung praktizierte, als Verrat bezeichnet. Mit dem Hinlegen aller Funktionen seitens des ZK und seiner Politbüromitglieder hat die DDR-Regierung die Macht selbst aus der Hand gegeben und damit dem am 13. November 1989 von der Volkskammer ( die damals schon mehrheitlich von sog. Bürgerrechtlern dirigiert worden ist ! ) gewählten H. Modrow, der wie Gorbatschow vom Westen schon früh als „Hoffnungsträger“ ( für wen?!) gefeiert worden ist, freie Hand gelassen. Das machte das DDR-Volk von einem Tag zum anderen vogelfrei und zur Manövriermasse der westlichen Monopole.

      Wollte das DDR-Volk ihre politische Führung nicht mehr ? Keineswegs !

      Die vielen Pro- DDR-Demos unter dem Slogan :“Wir sind das Volk, wir bleiben hier!“ bzw. Leserzuschriften an verschiedene Zeitungen der damaligen Zeit belegen das anders.

      Sicher wollten viele einen noch besseren Sozialismus, aber in den Farben der DDR !

      Warum haben die DDR-Verantwortlichen nicht, wie weiland am 17. Juni 1953, bevor sie ihre Ämter niederlegten, mit ihren vermeintlichen Gegnern gesprochen und nach Lösungswegen gesucht? Dann wären sie gewiss auch zu anderen Einschätzungen der innenpolitischen Lage im Lande gekommen !

      Die finanzielle Situation in der DDR war 1989 keineswegs so, dass sie ein Rüberreichen der DDR als Geschenk ( siehe das Buch von Czichon und Maron “Das Geschenk“ ) an den anderen deutschen Staat gerechtfertigt hätte. Im übrigen war es in der Geschichte wohl einmalig, dass ein Staat ohne belagert zu sein, freiwillig kapituliert !!

      Finanziell in weitaus prekärer Lage als die DDR 1989 sind heute beispielsweise die USA, die, einschließlich ihrer Immobilien, 3 Mal mit sich selbst verschuldet sind, bzw. die heutige Bundesrepublik.

      Aber diese Staaten existieren munter weiter, ohne in Panik zu verfallen und sich z.B. China an den Hals zu werfen !!

      Was die oft zitierte höhere Arbeitsproduktivität in der Bundesrepublik gegenüber der DDR anbelangt, so wäre sie für die ehemalige DDR nicht nachahmenswert gewesen.

      Wie wir heute wissen, gibt es Bereiche in der Bundesrepublik, z. B. die Tourismusbranche u.a., in denen an Studienabgänger kein Lohn gezahlt wird und diese sogar noch ihr eigenes Essen und Trinken auf Arbeit mitbringen, in der Hoffnung, bei Tod oder Rente eines Vollzeitbeschäftigten in dieser Branche fest angestellt zu werden.

      Diese höhere Arbeitsproduktivität der Bundesrepublik ( von damaligen, sogar führenden, Akademikern der DDR, als Kennzeichen einer höheren und besseren Gesellschaftsordnung proklamiert ) ist doch nicht etwa nachahmenswert, wenn sie auf Null – Bezahlung basiert und im Grunde genommen noch hinter die Sklavenhaltergesellschaft von Hunderten von Jahren zurückgeht !!)

      Wenn das ehemalige DDR-Repräsentanten nach über 20 Jahren sog. „Vereinigung“ immer noch nicht begriffen haben, so kann man von ihnen auch in Zukunft keinerlei Einsicht erwarten, dass sie je zugeben, 1989 entweder:

      1. blauäugig bzw.
      2. bewusst ( vielleicht aus Angst ? )

      ihrer Verantwortung auf politischem, ökonomischem und militärischen Gebiet nicht gerecht geworden sind.

      Denn nur durch Selbstkritik, die damalige innen-und außenpolitische Lage falsch eingeschätzt zu haben, würden sie bei den ehemaligen DDR-Bürgern punkten und bei jungen Leuten, die sich heute bei G-8 Treffen u. ähnl. der heutigen kapitalistischen Oberschicht von Polizeieinheiten zusammenprügeln lassen müssen, weil sie offen gegen die herrschende kapitalistische Gesellschaft ankämpfen, Sympathie gewinnen können.

      Mit einer Selbstkritik würden diese ehemaligen DDR-Politiker auch die fast 50% Nichtwähler in der BRD ins Boot holen und den noch bestehenden sozialistischen Ländern ein Zeichen geben, wie man in schwierigen Situationen nicht agieren darf !

      Viele Menschen in der Welt glauben doch, dass das ganze sozialistische Weltsystem 1989/90 implodiert sei, also nichts getaugt habe.

      Aber: Wäre nach der durch den damaligen DDR-Ministerpräsidenten Modrow zusammen mit Bundeskanzler Kohl eingeleiteten Währungsunion von 1990 zwischen DDR und Bundesrepublik, nach der von einem Tag auf den anderen die DDR-Mark der BRD-Mark gleichgesetzt wurde

      ( vormaliger außenwirtschirtschaftlicher Kurs 1:4 ) nicht jeder Staat ökonomisch in die Knie gegangen ?!

      Die Währungsunion war ökonomisch der Todesstoß für die DDR und das sozialistische Weltsystem gewesen. Kein auswärtiger Staat, weder die bestehenden sozialistischen Länder, noch die Länder mit sozialistischen Entwicklungsweg, konnten plötzlich das 4-Fache der Preise für exportierte DDR-Maschinen zahlen. Die Folge war plötzliche Arbeitslosigkeit in der DDR und der schließlich ökonomische Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems, der von den westlichen Medien durch gezielte gehässige Propaganda begleitet wurde und die politische Führung der sozialistischen Länder unsicher machte. Sollte man es der DDR-Bevölkerung, nunmehr mehrheitlich arbeitslos geworden, verübeln, dass sie, nachdem sie von ihren Politikern schmählich im Stich gelassen worden war, bei den gesamtdeutschen Wahlen mehrheitlich die CDU wählten ? War ihr doch bei den Vorwahlkämpfen von Bundeskanzler Kohl ausdrücklich blühende Landschaften versprochen worden und Kohl warb für die CDU mit den Worten: “Keinem wird es schlechter gehen !“ Der ausdrückliche Verrat des früheren DDR-Ministerpräsidenten Modrow, welcher nicht nur die Währungsunion unter westlicher Regie inszeniert hatte, ist vom Kapital nie wirklich honoriert worden. Auch nicht der Umstand, dass er führende DDR-Militärangehörige, wie den DDR-Verteidigungsminister Heinz Kessler, bzw. Generaloberst Strelitz einkerkern ließ, denen man nachsagt, dass sie über Rundfunk, Fernsehen und Medien das DDR-Volk aufrufen wollten: “Das Vaterland ist in Gefahr !“

      Der Verhinderer dieses Aufrufs war der damalige Staatsratsvorsitzende Egon Krenz gewesen, der dann als „Dank“ dafür selbst ins Gefängnis geworfen wurde.

      Ja, es gilt heute noch das Sprichwort: “Die Kapitalisten lieben den Verrat, aber nicht den Verräter!“ Dass das Gesellschaftssystem des Sozialismus durchaus stabil war, zeigt, dass die DDR und das sozialistischen Weltsystem nicht nur wenige Wochen wie die Pariser Kommune, sondern über 40 Jahre ( siehe Sowjetunion) bestanden hat und sich sowohl politisch, ökonomisch, als auch militärisch behaupten konnte. Wie schon Lenin sagte, der Sozialismus kann nicht untergehen, außer durch eigenes Verschulden !

      Quelle: Brigitte Queck, Dipl.Staatswiss. Außenpolitik

      RotFuchs - Ausgabe 214 - November 2015

      Zur Ausgabe 214 (weiter zur RotFuchs-Website)

      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      • Ist Kuba in Gefahr?
      • Wir haben keines unserer Prinzipien widerrufen
      • Kuba: Niedrigste Säuglingssterblichkeit aller Zeiten
      • Zur selektiven Asylpolitik der BRD
      • Ein Weitblickender ohne Augenlicht
      • Nach Redaktionsschluß
      • Adenauers Jagd auf die unter Hitler Gejagten
      • Das Völkergefängnis von Maastricht
      • Ein „Hörweg“, der eher ein Holzweg ist
      • Deutsche Medien in Springer-Stiefeln …
      • Auf der Suche nach einem Ausweg
      • Der große VW-Betrug – Wer zahlt die Zeche?
      • Chancengleichheit im Kapitalismus
      • Engels, Bebel und Lenin – Vorkämpfer der Ökologie
      • Ohne Moskau und Peking läßt sich kein Weltproblem lösen!
      • Das Vietnam Hô Chi Minhs lebt in uns fort
      • Der Weltfriedensrat hat die Zeiten überdauert
      • Unsere politische Heimat bewahren – den „RotFuchs“ erhalten!
      • Ein britisches Brüderchen?
      • Die Wagners von Petrovice
      • Internationalisten in weißen Kitteln
      • Polizisten auf Menschenjagd
      • Deutlicher Linksruck bei Labour
      • Ein Papst zum Anfassen
      • Die KP der Ukraine beugt sich den Hexenjägern nicht
      • Ungarns Gyula Thürmer zum Orbán-Regime
      • Ein gefährlicher Kurswechsel
      • Zur Restauration des Kapitalismus in Tschechien
      • Was die Wiener KPÖ für Klassenkampf hält
      • Als mich die DDR nach Guinea entsandte (Teil 7)
      • Wovon Weimar Zeugnis ablegt
      • Ein Leben in vorderster Front
      • Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
      • Das Verursacherprinzip anwenden!
      • Niemandsland Schwarzenberg – die unbesetzte Zone
      • Zur Nationalen Sicherheitsstrategie der USA

      RotFuchs - Ausgabe 213 - Oktober 2015

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      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      Akteure und deren Handpuppen 2
      Ein Brief an Oskar Lafontaine vom Herbst 1990 3
      Deutsche Einheit – eine Klassenfrage 4
      Sprengkraft von 750 Hiroshima-Bomben traf Vietnam 5
      Gauck: Die Bundeswehr ist
      „Teil unseres Demokratiewunders“ 6
      „Das Parlament“: Kriegshetze in „leichter Sprache“ 7
      Schätze, die viele nicht zu schätzen wußten 8
      Volkseigentum – Ideal und Wirklichkeit 8
      Ein Pyrrhussieg des Westens 9
      Marxens Schwiegersohn Paul Lafargue 10
      Zwei Bücher von und über Walter Womacka 10
      H. Bidstrup: Auch sie nennen sich Arbeiterführer 11
      Zweifel an der Legitimation des Sonderparteitags der SED 1989 12
      Prophetisches aus Kuba 12
      Zu Ingo Wagners Einschätzung der PDL 13
      Erinnern an Jürgen Kuczynski 13
      DKP-Geschichtskommission zu 25 Jahren Annexion der DDR (Entwurf) 14
      Patrik Köbele: Ich sage einfach mal DANKE! 15
      Hiroshima 1945 von U.S. Air Force ausgelöscht 16
      Marxistisches aus Niedersachsen 16
      ■ Egon Krenz: Horst Sindermann – Zeuge des Jahrhunderts RF-Extra I
      ■ Die Flüchtlingsströme sind nicht vom Himmel gefallen RF-Extra III
      Portugals Kommunisten für Bruch mit Euro und EU 17
      Kurt Stand (USA): Achtet auf Bernie Sanders! 17
      Polen: Ehrung eines Märtyrers der PPR 17
      Iran-Abkommen: Israel zog den kürzeren 18
      Zum deutschen Völkermord an Hereros und Nama 19
      Minsk – hautnah erlebt 20
      Als mich die DDR nach Guinea entsandte (Teil 6) 21
      Nikaragua steht an Kubas Seite 22
      Zweite Rettung eines Wandbildes 23
      Optische Ergänzung eines Kożik-Artikels 24
      „Der schwarze Jäger aus Sachsen“ ist wieder da 24
      Der kleine Fuchs und die braunen Mäuse 25
      Ein deutsches Dichterleben: Johannes R. Becher 26
      Gisela Steineckert: Hand aufs Herz 27
      Veranstaltungen / Glückwünsche 28
      Leserbriefe 29
      Grafik des Monats 32

      Rede Putins vor der UN-Vollversammlung am 28.09.2015

      Rede Putins vor der UN-Vollversammlung herunterladen (PDF)
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      Quelle: THE VINEYARD OF THE SAKER
      http://vineyardsaker.de/video/rede-putins-vor-der-un-vollversammlung/

      Übersetzung: DAGMAR HENN

      Grundlage ist die englische Übersetzung, wie sie auf thesaker.is veröffentlicht wurde.

      Nachtrag zum Aufruf "Soldaten für den Frieden" - 1.8.2015

      Nachtrag zu unserer Einstellung von Anfang Mai 2015, Aufruf "Soldaten für den Frieden"

      Aufruf "Soldaten für den Frieden" (PDF-Datei herunterladen)
      Aufruf "Soldaten für den Frieden" (PDF-Datei herunterladen)
      Antwort eines Herrn Dr. Peter Tauber zum Aufruf
      Antwort eines Herrn Dr. Peter Tauber zum Aufruf

      Wer  ist Dr. Peter Tauber, der den Aufruf "Soldaten für den Frieden" als ein Pamphlet bezeichnet und den Unterzeichnern des Aufrufs jegliches Recht abspricht, das Wort Frieden in den Mund zu nehmen?

      Zu seiner Person:
      41 Jahre, Historiker, Studium der "Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft", gewählter Abgeordneter des 18.Deutschen Bundestages, Mitglied der CDU/CSU Fraktion, Generalsekretär der Christlich Demokratischen Union und Oberleutnant der Reserve der Bundeswehr.
      ( mehr zur Person und Tätigkeit des Dr. Tauber unter: Deutscher Bundestag> Abgeordnete> Biografien> T )

      Unser Standpunkt:
      Kommentar zum Brief und dem Schreiber erübrigt sich.
      Der Aufruf "Soldaten für den Frieden" findet unsere volle Zustimmung. Wir sagen den ehemaligen Offizieren der NVA und den Grenztruppen der DDR für Ihr verantwortungsvolles Handeln danke.

      Rede für den Frieden 1952
      Bertolt Brecht

      Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
       
      Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer.
       
      Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Gräueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig. Der Hamburger ist noch umringt von Ruinen und doch zögerte er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben.
       
      Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen.
       
      „Der Regen von gestern macht uns nicht nass“, sagen viele.
       
      Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod. Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
       
      Und doch wird nichts mich davon überzeugen, dass es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
       
      Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde !
       
      Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
       
      Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.

      Jens Wernicke sprach mit dem Kabarettisten und Liedermacher Prinz Chaos II.,

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      der sich in Griechenland ein Bild von der Situation vor Ort gemacht hat und einigen Mythen in der Debatte entschieden widerspricht. So habe es beispielsweise sehr wohl einen Plan B gegeben, der Syriza aus dem Dilemma, dem sie schließlich erlag, hätte befreien können.

      Quelle: le-bohemien.net

      Geht es um eine wirklich unabhängige Untersuchung

      oder um Meinungsmanipulation der Bevölkerung im Sinne der Mächtigen in dieser Welt ?

      MH17 von ukrainischen Spezialeinheiten abgeschossen, oder stecken sogar die US/NATO dahinter?
      WAS SOLL WIEDER EINMAL VERBORGEN WERDEN ??

      Übersetzung: Brigitte Queck

      Quelle: 1tv.ru

      Minsker Abkommen-das ist eine Chance für den Donbass endgültig seine Staatlichkeit rechtskräftig zu machen

      von
      Wladimir Swarschtschikow am 16.7.2015
      Übersetzung: Brigitte Queck

      Quelle: pravda.ru

      Gedanken zum Tag der Deutschen Volkspolizei am 1.Juli

      von
      Karl-Heinz Schmalfuß, Generalleutnant a. D.
      Herbert Damm, Oberst der VP a. D.
      RA Dr. Peter-Michael Diestel

      Quelle: GRH e.V. und der ISOR e.V.

      RotFuchs - Ausgabe 209 - Extra - Juni 2015

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      Wie NATO und EU ein faschistoides Regime in Europa etablieren halfen - Die Steigbügelhalter der Maidan-Putschisten

      Von Prof. Dr. Georg Grasnick

      "Russophobie prägt die Haltung und das Handeln der „politischen Elite“ der USA, ihrer NATO-Gefolgschaft und der imperialistischen Leitmedien. Die Initiatoren des Ukraine-Konflikts brauchen die antirussische Dauerkampagne, um die internationale Atmosphäre zu vergiften und ihre friedensfeindlichen Aktivitäten ideologisch zu bemänteln. Rußland und seinem Präsidenten werden seit geraumer Zeit alle destruktiven, die Spannungen anheizenden Machenschaften, alle nur denkbaren Verbrechen unterstellt. Die Ursachen des Ukraine-Konflikts sollen nach dem Kalkül seiner Erfinder vergessen gemacht werden. ..."

      Warum sich Bonn einem Friedensvertrag entzog: Nur keine Reparationen! SBZ und DDR zahlten die Zeche allein

      Von Johann Weber, Ruhstorf (Niederbayern)

      "Griechenland fordert von der Bundesregierung Reparationen“ und „Duma-Abgeordnete wollen Reparationen von Deutschland“ lauteten Schlagzeilen, die mir zu Frühjahrsbeginn ins Auge sprangen. Mich freute es, daß das Thema von Deutschen erbrachter oder nichterbrachter Reparationen jetzt wieder auf die Tagesordnung gesetzt worden ist. Warum? So besteht die Möglichkeit, auf die großen Leistungen der Menschen in der Sowjet ischen Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) hinzuweisen, die sie auch auf diesem Gebiet vollbracht haben. Ich bin mir sicher, daß hier im Westen nur ganz wenige Leute darüber Bescheid wissen, welche enormen Lasten sie zu tragen hatten. Gewissermaßen zahlten die „Ostler“ die Zeche für ganz Deutschland. ..."

      RotFuchs - Ausgabe 209 - Juni 2015

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      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      Vietnam – Wie David über Goliath triumphierte
      Massenmord im Mittelmee
      Der 8. Mai in Österreich
      Wladimir Putin als „Inkarnation des Bösen“
      Polens Ultra-Reaktionäre: Mit Hitler gegen Moskau
      Oder-Neiße-Friedensgrenze – Vor 65 Jahren wurde das Görlitzer Abkommen signiert
      Nazis und der BND: Schutzpatrone in Pullach
      NVA als Traditionsspender für die Bundeswehr? Gegen die Vermischung von Feuer und Wasser!
      N. K. Krupskaja, Lenins Kampf- u. Lebensgefährtin
      John Reed – Chronist der Revolution
      Leniniana – Denkmäler, die überdauerten
      Als 40 000 Athleten Ernst Thälmann empfingen
      Zum Internationalen Kindertag: Ein unvergessener „Frösi“-Holzschnitt
      Dr. A. Werner: Der erste Berliner Nachkriegs-OB
      Transformation des Kapitalismus oder der PDL?
      Bombenlügen – Bombengeschäfte – Bombenwerfer
      Kein Teufelszeug auf deutschem Boden!
      ■ Die Steigbügelhalter der Maidan-Putschisten RF-Extra I
      ■ Nach dem Kriegsende zahlten SBZ und DDR die Zeche allein RF-Extra III
      António Dias Lourenço – Ein proletarischer Held zum Anfassen
      Kuba – USA: Fortschritte und Hemmnisse
      Gerardo Hernandez Nordelo: Neue Herausforderungen und Gefahren erkennen!
      Trauer um Henri Martin
      Marine Le Pen ante portas?
      Um was geht es in Jemen?
      Venezuela – Obama pfeift aufs Völkerrecht
      Prof. Dr. G. Oberkofler: Linker Aufbruch in Wien?
      Beherzte Antwort in Treptow-Köpenick
      Wer hat in Suhl Angst vorm Roten Fuchs?
      Herluf Bidstrup: Bilder einer Ausstellung
      Als mich die DDR nach Guinea entsandte (Teil 2)
      Emmely ist tot
      Christa Kożik: Brief an meinen Vater (Teil 2)
      Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
      Leserbriefe
      Grafik des Monats

      70 Jahre nach der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus (Rede von Egon Krenz auf Veranstaltungen zum 8./9. Mai 2015)

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      "Liebe Freunde,
       
      kürzlich erhielt ich eine mich sehr bewegende E-Mail aus Russland. Ein russischer Freund, mit dem zusammen ich vor 50 Jahren in Moskau studiert hatte, schrieb mir:
       
      „Wir haben den Krieg gewonnen und letztlich doch verloren. An unseren Grenzen steht die NATO. Fremde Truppen in der Nähe unserer Heimaterde, das sollte es nach den furchtbaren Erfahrungen des deutschen Überfalls vom 22. Juni 1941 nie wieder geben. Dafür starben Millionen meiner Landsleute. Siebzig Jahre danach wird Russland von Deutschland wieder bestraft, nicht mit einem Überfall, aber mit einem Wirtschaftskrieg und mit übler Hetze gegen mein Heimatland.“
       
      Soweit Gedanken und Gefühle eines Russen, der als junger Mann noch Kriegsteilnehmer war.
      Eine Einzelmeinung? Oder nur die Äußerung eines verbitterten alten Mannes? Keineswegs!
       
      Die Russen haben aus ihrer Geschichte heraus ein gutes Gefühl dafür, wer ihrem Land Gutes will und wer es demütigt. Die USA, die offen den Beitrag Russlands als Sieger über den Hitlerfaschismus verkleinern und das Land als gleichberechtigten Faktor der Weltpolitik ausschalten wollen, stoßen auf Gegenwehr nicht nur bei Putin, sondern vor allem bei der Mehrheit der Bevölkerung. Viele Russen gehen davon aus, dass Deutschland an der Seite der USA steht, was seit Monaten zum erheblichen Prestigeverlust der deutschen Politik in Russland geführt hat. Das beeinflusst auch negativ die vermeintliche deutsche Vermittlerrolle im Konflikt mit der Ukraine, weil Deutschland einseitig Partei gegen Russland ergreift. ..."

      RotFuchs - Ausgabe 208 - Extra - Über die konträren Vorstellungen der Deutschen zum 8. Mai 1945 - Facetten einer Erinnerungsschlacht

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      Von Generalmajor a. D. Walentin N. Piwowarow

      "In der Sowjetischen Besatzungszone, aus der später die DDR hervorging, war jeder 8. Mai seit 1946 als Tag der Befreiung ein Staatsfeiertag. Im Westen wurde das Gedenken als „verordneter Antifaschismus“ denunziert.
       
      In der BRD blieb das historische Datum des 8. Mai lange Zeit kaum beachtet. Von Regierungsseite wurde es weder geachtet noch gewürdigt. Das änderte sich erst mit der Ansprache Richard von Weizsäckers am Tag der Befreiung 1985, die in die Reihe der berühmtesten Reden der Weltgeschichte einging. Heutige Leser sollten bedenken, in welcher politischen Situation sie gehalten wurde. Damals stand Michail Gorbatschow an der Spitze der UdSSR. Wollte man ihm eine goldene Brücke bauen?
       
      Als Helmut Kohl zehn Jahre später über den 8. Mai schwadronierte, verkündete er ganz andere Wahrheiten. Im Unterschied zu der staatsmännischen Rede Weizsäckers lautete Kohls Fazit, nach dem Mai 1945 sei „in Teilen Deutschlands und Europas die Hoffnung auf neues Recht und neue Freiheit sehr schnell bitter enttäuscht“ worden. Der Kanzler bestimmte nicht nur die Richtlinien der Politik, er verordnete auch seine These, die DDR-Bürger hätten bis 1990 unter einer totalitären Diktatur gelebt.
       
      Kohls Formel von der Gleichheit der Diktaturen steht übrigens auch in der sächsischen Landesverfassung.
       
      Politiker des Freistaates, die Putin den St.-Georgs-Orden an die Brust hefteten, scheuten sich nicht, den Charakter des 8.Mai besonders grob zu verfälschen. Ministerpräsident Georg Milbradt hielt im Frühjahr 2005 drei entsprechend sprachgeregelte Reden. ..."

      RotFuchs - Ausgabe 208 - Mai 2015

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      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      Hitlers Stern ging im Osten unter
      Bericht des Buchenwald-Häftlings Emil Carlebach: Als kriegsgefangene Rotarmisten ins Lager kamen
      Wie sich die Häftlinge selbst befreiten
      Der Schwur von Buchenwald
      Juri Lewitan: Goworit Moskwa
      Die Leningrader schrieben Geschichte
      Vom Zarengeneral zum Stabschef der Roten Armee: M. D. Bontsch-Brujewitsch
      Ein Teller Haferflockensuppe und seine Folgen
      Warum wurde das Volkseigentum nicht verteidigt?
      Als Volkspolizisten ein Kreiskrankenhaus erbauten
      Hermann Weber verpfiff seine Genossen
      Maxime der DDR-Schmäher: Haltet den Dieb!
      Kraftzuwachs nach Hilferuf
      Mehr als 40 Jahre Mitglied der NDPD
      Warum ich als Taxifahrer gekündigt habe
      Ist die Rentenangleichung bis 2019 eine Farce?
      Das Land, wo Milch und Honig fließen ...
      Ein Kuckucksei der Reichen
      Das Teufelchen, das in der Ecke lauert
      Ein junger Philosoph zu zwei alten Begriffen
      Kampf der Linien in der KP Chinas
      ■ Facetten einer Erinnerungsschlacht RF-Extra I
      ■ Bilanz eines Divisionskommandeurs RF-Extra III
      KP Japans – Paukenschlag auf Okinawa
      Die Würger der Griechen
      Antiimperialistische Solidarität – ein Eckpfeiler unseres Denkens und Handelns
      Portugals CGTP attackiert „Programm der Aggression“
      Armutswelle überrollt Spanien
      Hans Modrow und Volker Hermsdorf über Kuba
      Als mich die DDR nach Guinea schickte (Teil 1)
      Würdigung zweier Linker bei „Charlie Hebdo“
      Unvergessene antifaschistische Athleten
      Klassenkampf mit elektronischen Waffen
      Das „Archiv des Todes“ lebt
      Compañera Christa: Brief an meinen Vater (Teil 1)
      Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
      Leserbriefe
      Grafik des Monats

      Aufruf - Soldaten für den Frieden

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      Als Militärs, die in der DDR in verantwortungsvollen Funktionen tätig waren, wenden wir uns in großer Sorge um die Erhaltung des Friedens und den Fortbestand der Zivilisation in Europa an die deutsche Öffentlichkeit.

      In den Jahren des Kalten Krieges, in denen wir eine lange Periode der Militarisierung und Konfrontation unter der Schwelle eines offenen Konflikts erlebten, haben wir unser militärisches Wissen und Können für die Erhaltung des Friedens und den Schutz unseres sozialistischen Staates DDR eingesetzt. Die Nationale Volksarmee war keinen einzigen Tag an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt, und sie hat bei den Ereignissen 1989/90 maßgeblich dafür gesorgt, dass keine Waffen zum Einsatz kamen. Frieden war immer die wichtigste Maxime unseres Handelns. Deshalb sind wir entschieden dagegen, dass der militärische Faktor erneut zum bestimmenden Instrument der Politik wird. Es ist eine gesicherte Erfahrung, dass die brennenden Fragen unserer Zeit mit militärischen Mitteln nicht zu lösen sind.
      Es sei hier daran erinnert, dass die Sowjetarmee im II. Weltkrieg die Hauptlast bei der Niederschlagung des Faschismus getragen hat. Allein 27 Millionen Bürger der Sowjetunion gaben ihr Leben für diesen historischen Sieg. Ihnen, wie auch den Alliierten, gilt am 70. Jahrestag der Befreiung unser Dank.

      Jetzt konstatieren wir, dass der Krieg wieder zum ständigen Begleiter der Menschheit geworden ist. Die von den USA und ihren Verbündeten betriebene Neuordnung der Welt hat in den letzten Jahren zu Kriegen in Jugoslawien und Afghanistan, im Irak, Jemen und Sudan, in Libyen und Somalia geführt. Fast zwei Millionen Menschen wurden Opfer dieser Kriege, und Millionen sind auf der Flucht.

      Nun hat das Kriegsgeschehen wiederum Europa erreicht. Offensichtlich zielt die Strategie der USA darauf ab, Russland als Konkurrenten auszuschalten und die Europäische Union zu schwächen. In den letzten Jahren ist die NATO immer näher an die Grenzen Russlands herangerückt. Mit dem Versuch, die Ukraine in die EU und in die NATO aufzunehmen, sollte der Cordon sanitaire von den baltischen Staaten bis zum Schwarzen Meer geschlossen werden, um Russland vom restlichen Europa zu isolieren. Nach amerikanischem Kalkül wäre dann auch eine deutsch-russische Verbindung erschwert oder verhindert.
      Um die Öffentlichkeit in diesem Sinne zu beeinflussen, findet eine beispiellose Medienkampagne statt, in der unverbesserliche Politiker und korrumpierte Journalisten die Kriegstrommeln rühren. In dieser aufgeheizten Atmosphäre sollte die Bundesrepublik Deutschland eine den Frieden fördernde Rolle spielen. Das gebieten sowohl ihre geopolitische Lage als auch die geschichtlichen Erfahrungen Deutschlands und die objektiven Interessen seiner Menschen. Dem widersprechen die Forderungen des Bundespräsidenten nach mehr militärischer Verantwortung und die in den Medien geschürte Kriegshysterie und Russenphobie.

      Die forcierte Militarisierung Osteuropas ist kein Spiel mit dem Feuer – es ist ein Spiel mit dem Krieg!
      Im Wissen um die zerstörerischen Kräfte moderner Kriege und in Wahrnehmung unserer Verantwortung als Staatsbürger sagen wir in aller Deutlichkeit: Hier beginnt bereits ein Verbrechen an der Menschheit.
      Sind die vielen Toten des II. Weltkrieges, die riesigen Zerstörungen in ganz Europa, die Flüchtlingsströme und das unendliche Leid der Menschen schon wieder vergessen? Haben die jüngsten Kriege der USA und der NATO nicht bereits genug Elend gebracht und viele Menschenleben gefordert?

      Begreift man nicht, was eine militärische Auseinandersetzung auf dem dichtbesiedelten europäischen Kontinent bedeuten würde?
      Hunderte Kampfflugzeuge und bewaffnete Drohnen, bestückt mit Bomben und Raketen, Tausende Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme kämen zum Einsatz. In der Nord- und Ostsee, im Schwarzen Meer träfen modernste Kampfschiffe aufeinander und im Hintergrund ständen die Atomwaffen in Bereitschaft. Die Grenzen zwischen Front und Hinterland würden sich verwischen. Millionen Mütter und Kinder würden um ihre Männer, um ihre Väter und Brüder weinen. Millionen Opfer wären die Folge. Aus Europa würde eine zerstörte Wüstenlandschaft werden.
      Darf es soweit kommen? Nein und nochmals Nein!  

      Deshalb wenden wir uns an die deutsche Öffentlichkeit:
      Ein solches Szenario muss verhindert werden.
      Wir brauchen keine Kriegsrhetorik, sondern Friedenspolemik.
      Wir brauchen keine Auslandseinsätze der Bundeswehr und auch keine Armee der Europäischen Union.
      Wir brauchen nicht mehr Mittel für militärische Zwecke, sondern mehr Mittel für humanitäre und soziale Erfordernisse.
      Wir brauchen keine Kriegshetze gegen Russland, sondern mehr gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Neben- und Miteinander.
      Wir brauchen keine militärische Abhängigkeit von den USA, sondern die Eigenverantwortung für den Frieden. Statt einer „Schnellen Eingreiftruppe der NATO“ an den Ostgrenzen brauchen wir mehr Tourismus, Jugendaustausch und Friedenstreffen mit unseren östlichen Nachbarn.
      Wir brauchen ein friedliches Deutschland in einem friedlichen Europa.
      Mögen sich unsere Kinder, Enkel und Urenkel in diesem Sinne an unsere Generation erinnern.

      Weil wir sehr gut wissen, was Krieg bedeutet, erheben wir unsere Stimme
      gegen den Krieg, für den Frieden.
              

      Armeegeneral a.D. Heinz Keßler

      Admiral a.D. Theodor Hoffmann

      Die Generaloberste a.D. Horst Stechbarth;  Fritz Streletz; Fritz Peter

      Die Generalleutnante a.D. Klaus Baarß; Ulrich Bethmann; Max Butzlaff; Manfred Gehmert; Manfred Grätz; Wolfgang Kaiser; Gerhard Kunze; Gerhard Link;  Wolfgang Neidhardt; Walter Paduch; Werner Rothe; Artur Seefeldt; Horst Skerra; Wolfgang Steger; Horst Sylla; Ehrenfried Ullmann; Alfred Vogel; Manfred Volland;  Horst Zander

      Vizeadmiral a.D. : Hans Hofmann

      Die Generalmajore a.D. Olivier Anders; Heinz Bilan; Bernhard Beyer; ; Günter Brodowsky; Kurt Brunner; Heinz Calvelage; Sebald Daum;  Willi Dörnbrack; Alfred Dziewulski; Johannes Fritzsche; Egon Gleau; Otto Gereit; Roland Großer; Peter Herrich; Karl-Heinz Hess; Günter Hiemann; Lothar Hübner; Siegmund Jähn; Günter Jahr;  Manfred Jonischkies;  Günter Kaekow;  Johannes Kaden; Helmut Klabunde; Klaus Klenner;  Raimund Kokott; Kurt Kronig;  Bernd Leistner; Hans Leopold; Klaus Listemann; Heinz Lipski; Hans Georg Löffler;  Rudi Mädler; Manfred Merkel; Günter Möckel; Dieter Nagler; Johannes Oreschko; Rolf Pitschel; Hans Christian Reiche; Fritz Rothe; Günter Sarge; Dieter Schmidt; Horst Schmieder; Gerhard Schönherr; Gerhard Seifert; Kurt Sommer; Erich Stach;  Manfred Thieme; Wolfgang Thonke; Henry Thunemann; Walter Tzschoppe;  Günter Voigt;  Gerd Weber; Dieter Wendt; Klaus Wiegand; Heinrich Winkler; Heinz-Günther Wittek; Erich Wöllner;  Werner Zaroba;  Manfred Zeh;  Alois Zieris

      Die Konteradmirale a.D. Herbert Bernig; Eberhard Grießbach; Hans Heß; Werner Henniger; Klaus Kahnt; Werner Kotte; Helmut Milzow; Gerhard Müller; Joachim Münch

      Namens  einer großen Anzahl von Obersten und Kapitänen zur See a.D. Frithjof Banisch Volker Bednara;  Bernd Biedermann;  Karl Dlugosch; Thomas Förster;  Günter Gnauck; Günter Leo; Lothar Matthäus; Gerhard Matthes; Friedemann Munkelt;  Werner Murzynowski; Friedrich Peters; Helmut Schmidt; Fritz Schneider;  Heinz Schubert, Helmar Tietze; Wilfried Wernecke; Rolf Zander; OSL a.D. Günter Ganßauge.

      Weitere Angehörige der NVA aus den Reihen der Offiziere, Fähnriche, Unteroffiziere und Soldaten bekunden ihre Zustimmung.

      RotFuchs - Ausgabe 207 - April 2015

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      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      Zur USA-Politik der Destabilisierung ganzer Regionen
      Warnung vor Falschmünzern
      Der Islamfeindlichkeit den Kampf ansagen!
      Für ein elftes Gebot
      Wortmeldung eines Schweriner Verlegers
      Verantwortung für 65 000 Beschäftigte
      Neue Eigentumsformen in der Landwirtschaft
      Helden des Roten Oktober 10 Lenins „Iskra“ inspiriert auch den „RotFuchs“
      Vom Abschwören „gläubiger Kommunisten“
      Wie unsere Propaganda sein sollte
      Warum ich in der Linkspartei bleibe
      Gaucklereien und die Substanz eines Begriffs
      Plädoyers für konstruktiven Gedankenaustausch
      ■ Politische Ökonomie: Haben wir alles richtig gemacht? RF-Extra I
      ■ Marschall Shukow  zur Befreiung der Ukraine von den Hitlerfaschisten RF-Extra III
      Ein Held im weißen Kittel
      Die glücklichsten Eltern der Welt
      Bolivien: Die Vision des Vizepräsidenten Linera
      Ägypten: Blutiger Jahrestag der „Revolution“
      USA erweitern Arsenal zur „Demo-Kontrolle“
      Erinnern an Volkspolen: Leszeks Brief
      CSR: Ein historischer Rückblick
      21 Oktober 1993: Als Jelzins T-72 Schrecken säten
      Das Panzerregiment-1 der NVA schützte die DDR
      1918: SPD würgte Munitionsarbeiterstreik ab
      Upton Sinclairs Antikriegsappell neu erschienen
      Heller schwimmt gegen den Strom
      Wuppertaler Projektgruppe präsentierte „Professor Mamlock“
      Kurt Tucholsky: Heimat
      Aus der Entstehungsgeschichte eines großen Seghers-Romans
      Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
      Leserbriefe
      Grafik des Monats

      Dr. Dr. Gerhard Heine anlässlich der Buchpräsentation

      Beitrag von Dr. Dr. Gerhard Heine am 11. März 2015 Anlässlich der Buchpräsentation JOACHIM GAUCK – DER FALSCHE MANN ? von Dr. Klaus Blessing und Manfred Manteuffel durch das OKV
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      Quelle: Dr. Dr. Gerhard Heine

      "Beitrag von Dr. Dr. Gerhard Heine am 11. März 2015

      Anlässlich der Buchpräsentation
      JOACHIM GAUCK – DER FALSCHE MANN ?
      von Dr. Klaus Blessing und Manfred Manteuffel durch das OKV

      Auch ich schließe mich der einleitenden Begrüßung und dem Dank für Ihr Kommen an und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend mit informativen Bereicherungen und Anregungen zum Nachdenken.

      Ich hatte eigentlich vor, frei zu sprechen. Auf diesem glatten Parkett, das vielleicht sogar noch heimlich gebohnert ist, halte ich mich verständlicherweise erst einmal an mein Manuskript.

      Ich von mir hätte niemals gedacht, mich in dieser Form für Frieden und die Wertschätzung missachteter ethischer Normen einsetzen zu müssen.
      Ein Schweigen würde mich zum Mitschuldigen machen. Und deshalb bin ich hier.

      Um nicht von vorn herein in den Topf der so genannten „Unverbesserlichen“, der „Unbelehrbaren“ geworfen zu werden oder abfällig gemeint in die Gruppe der „Nostalgiker“ eingereiht zu werden, sage ich Ihnen gleich am Anfang „Doppelpunkt“ :

      Ich war weder bei den Jungen Pionieren, noch in der FDJ, noch in der SED,
      und ich war auch kein IM! Nur das Sie das gleich wissen !

      Wobei die Mitgliedschaft in einer oder aller drei dieser Organisationen niemanden dazu berechtigt, die persönliche moralische Wertigkeit eines einzelnen Menschen auf dieser Grundlage festlegen zu wollen, was sich Manche jedoch anmaßen.

      Ich war oft in der - Gethsemanekirche -
      Für die Meisten ein Begriff !

      Und am 4. November 1989 gehörte ich mit zu der 1 Million Menschen bei der berühmt gewordenen Alexanderplatz-Demonstration, weil auch ich unbedingt eine Veränderung der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse wollte.

      Wie so viele wurde ich durch die Öffnung von einem intensiven Glücksgefühl getragen, insbesondere durch die Möglichkeit, nun endlich auch andere Gegenden bereisen zu dürfen. ..."

      12. April 2015 in Buchenwald - 70. Jahrestag der Selbstbefreiung

      12. April 2015 in Buchenwald 70. Jahrestag der Selbstbefreiung
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      Quelle: Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis e.V.

      • gegen „pegidische“ Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus!
      • für ein uneingeschränktes Asylrecht und Solidarität mit den Flüchtlingen!


      Die unaufhörlichen gemeinsamen Aktivitäten von Nazis und anderen Rechten, notorischen Fremdenhassern und verunsicherten Bürgern in zahlreichen deutschen Städten bewegen die Gemüter jener Menschen, die Fremdenfeindlichkeit ablehnen und die multikulturelle Entwicklung der Gesellschaft nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung des Lebens und des Miteinanders verstehen. Sie wehren sich deshalb gegen alltägliche Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus sowie deren Protagonisten und Nutznießer, die Faschisten aller Schattierungen und „Verkleidungen“.

      Heute gewinnt die Mahnung aus dem Historikerstreit 1986 eine damals vielfach nicht erwartete Aktualität:
      Die Erfahrung des Hitler-Faschismus habe „die deutsche Neigung zu nationalistischen Extremen erheblich gedämpft“, doch ob „diese Dämpfung länger als eine oder zwei Generationen anhalten“ werde, sei „zweifelhaft“. Denn anders als vor dreißig Jahren sehen sich derzeit immer mehr Bürgerinnen und Bürger durch Erwerbslosigkeit beruflich ins Aus gedrängt, durch fehlende Bildung zu Verlierern des wirtschaftlichen Konkurrenzkampfes herabgedrückt und auf diese Weise auf Dauer sozial ausgegrenzt.

      Sie suchen und finden die Verursacher ihrer Misere nicht bei den wirtschaftlich Mächtigen und politisch Regierenden, sondern bei jenen, die - letztlich nicht anders als sie selbst - in ihrer Heimat in Not gerieten und sich ihr zu entziehen versuchen: die Flüchtlinge. Dort wie hier sind die vom wachsenden Elend unmittelbar Betroffenen oder Bedrohten nicht auch die dafür Verantwortlichen. Doch für manche scheint es einfacher zu sein, einen „Sündenbock“ auszumachen und zu „prügeln“, als sich gemeinsam gegen Verelendung, Ohnmacht und Perspektivlosigkeit zu wehren. Das kam und kommt den Nazis immer sehr gelegen!

      Sicher dachten nicht wenige der Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald nach dessen Selbstbefreiung durch die politischen Häftlinge an ähnliche Erfahrungen und Bedrückungen, als sie am 19. April 1945 den Schwur leisteten: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Wohl deshalb engagierten sie sich daraufhin nicht bloß gegen Auftritte und Propaganda alter und neuer Faschisten, sondern kämpften für eine solidarische Gesellschaft, die allen - hier Geborenen wie Zugewanderten - ein menschwürdiges Leben garantiert.

      Die Gedenkfeier am 12. April 2015 unterstreicht die Aktualität des Schwurs von Buchenwald. Sie wird aber auch darauf aufmerksam machen, dass Rassismus und Faschismus nicht allein eine „deutsche“ Angelegenheit sind: Die Gefahr neonazistischer und ultrarechter Kräfte besteht heute europaweit. Sie fordert alle Antifaschisten zu stärkerer internationaler Vernetzung und gemeinsamen Aktionen heraus. Nie wieder Faschismus - hier und überall!

      RotFuchs - Ausgabe 206 - Extra - November 1989: DDR-Militärführung handelte besonnen

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      Von Generaloberst a. D. Fritz Streletz

      "Als Zeitzeuge möchte ich mich zu drei Fragen äußern, die für eine wahrheitsgetreue Betrachtung der Geschichte der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR während der Ereignisse im Herbst  1989 von Bedeutung sein könnten.

      1. Zur Befehlsgebung durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates.
      2. Zur Öffnung der Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD und zu Westberlin am 9. November 1989.
      3. Zur Zusammenarbeit der NVA mit der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte

      ..."

      RotFuchs - Ausgabe 206 - März 2015

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      Von "RotFuchs"-Förderverein e.V.

      Inhaltsverzeichnis:

      Dresdens Heldinnen der ersten Stunde
      Prof. Herbert Meißner: Marx, Lenin und Die Linke
      Die DDR – ein Unrechtsstaat? Aber ja doch!
      Eine Reise nach Hameln
      „Patriotische Europäer“ – welch ein Widersinn!
      „Harsche Verhörmethoden“
      Phantasiepapiere für „Aliens“
      Thüringen: Staatsämter als oberstes Parteiziel
      Warum wir drei Brüder die DDR lieben
      Ein Kreuzanhänger und die Crux der Haßprediger
      Über Aufmüpfigkeit und echten Widerstand
      Ökonomisches – Hüllen und Inhalte
      Pädagogik: Gedanken eines Insiders
      Erinnern an Dr. Theodor Neubauer
      Als ich bei Lidl Argumente verkaufte
      Spaltpilze aus Übersee
      Von der „Grünen Mappe“ zum „Grauen Plan“
      Zur Legende von der Souveränität der BRD
      ■ November 1989: DDR-Militärführunghandelte besonnen RF-Extra I
      ■ Die VR China und der Dollar RF-Extra III
      USA und Eurasien
      Weg einer Gewerkschaft: Frankreichs CGT
      Kubas Lateinamerikanische Medizinschule
      New York Times verurteilt „Brain-Drain“
      KP Japans: 6 Millionen Stimmen und 21 Sitze
      Namhafter norwegischer Arzt aus Gaza verbannt
      Israels Kommunisten trotzen Netanjahu-Regime
      Nigeria: Der Amoklauf von Boko Haram
      Was in Libyen mit Gaddafi unterging
      Auschwitz-Gedenken: Helden und Heuchler
      Zwei Brudervölker: Russen und Belorussen
      Auch das gehörte zum „American way of life“
      Erinnern an die Kämpfer der Roten Ruhrarmee
      H. D. Hüsch: Gesang gegen die Bombe (1963)
      Christa Kożik: Die Venus aus dem Osten
      Wie mich Frau Holle an Tante Frieda erinnerte
      „Wende“-Erfahrungen
      Gisela Steineckert: Hand aufs Herz
      Leserbriefe
      Grafik des Monats

      Russland: Was will Putin?

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      Von Rostislav Istchenko, Präsident des Zentrums für Systemanalyse und Prognose der Ukraine am 10. Februar 2015

      "Es ist erfreulich, dass die umfangreiche Zerschlagung der ukrainischen Truppen im Donbass im Januar-Februar, die nicht stattgefunden hat, und die Moskauer Konsultationen mit Frau Merkel und Herrn Hollande nicht blitzartig von den russischen «Patrioten» Putin als Verschulden angelastet wurden.

      Das setzt im Übrigen nicht deren Wunsch außer Kraft, den Sieg bereits gestern erringen zu wollen, noch dämpft das die Überzeugungen der radikalsten unter ihnen, dass Putin dennoch «Neurussland aufgibt» oder die Ängste der gemäßigteren unter ihnen dahingehend, dass, sobald ein neues Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt ist (wenn es denn unterzeichnet wird) in Verbindung mit der Notwendigkeit, nicht nur eine Umgruppierung und eine Auffüllung der Armee Neurusslands vorzunehmen (das hätte man in der Tat auch ohne Unterbrechung der aktiven Kampfhandlungen bewerkstelligen können), sondern auch die veränderte Konfiguration der internationalen Front zu festigen, und sich auf neue diplomatische Schlachten vorzubereiten.

      In Wirklichkeit, egal, wie viel Aufmerksamkeit die Dilettanten in Politik und/oder Gefechtshandlungen («Talleyrandisten» und «Bonapartisten» des Internets) der Situation im Donbass und in der Ukraine insgesamt auch widmen, das ist nur ein Punkt auf der Linie der globalen Front und der Ausgang des Kriegs wird nicht auf dem Flughafen von Donezk entschieden und nicht auf den Höhen um Debalcevo. ..."

      Aussenminister Sergej Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz

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      "Wenn wir den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs begehen, sollten wir uns der Verantwortung bewusst sein, die auf uns allen liegt".

      Die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow bei der 51. Münchner Sicherheitskonferenz am 7. Februar 2015.

      Sehr geehrte Damen und Herren,
       
      Herr Wolfgang Ischinger hat das Thema „Kollaps der Weltentwicklung“ auf die Tagesordnung gesetzt. Man muss zustimmen, dass die Ereignisse bei weitem nicht nach einem optimistischen Szenario verlaufen. Aber die Argumentation mancher unserer Kollegen, es sei zu einem plötzlichen und schnellen Zusammenbruch der seit Jahrzehnten herrschenden Weltordnung gekommen, können so nicht hingenommen werden.

      Es ist eher umgekehrt – die Ereignisse des letzten Jahres haben gezeigt, dass unsere Warnungen hinsichtlich der Existenz von tiefen Systemproblemen bei der Organisation der europäischen Sicherheit und in den internationalen Beziehungen im Ganzen gerechtfertigt waren. Ich möchte an die Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin erinnern, die er von dieser Tribüne vor acht Jahren gehalten hat.

      Die Konstruktion der Stabilität, die sich auf die UN-Satzung und die Prinzipien von Helsinki gestützt hat, ist schon lange untergraben worden – durch die Handlungen der USA und ihrer Verbündeten in Jugoslawien (die Bombardements dort), im Irak, in Libyen, mit der Erweiterung der Nato nach Osten und der Schaffung von neuen Demarkationslinien. Das Projekt der Errichtung eines „europäischen Hauses“ ist gerade deshalb nicht umgesetzt worden, weil unsere Partner im Westen sich nicht von den Interessen der Schaffung einer offenen Sicherheitsarchitektur bei geneseitiger Achtung der Interessen leiten ließen, sondern von den Illusionen und Überzeugungen der Sieger im Kalten Krieg. Die im Rahmen der OSZE und des Russland-Nato-Rates feierlich angenommenen Verpflichtungen, die eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit der anderen zu gewährleisten, wurden in der Praxis ignoriert. ..."

      Kampf um die Ukraine ... Östliche Partnerschaft oder Ostexpansion?

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      Von Anton Latzo

      "Der Kampf der imperialistischen Mächte um die Ukraine findet nicht erst seit heute und auch nicht seit gestern statt. Im ersten Weltkrieg bildete die „Randstaatenpolitik“ Deutschlands, die die „Zurückdrängung Russlands“ durch Schaffung einer Zone von Pufferstaaten von Finnland bis zur Ukraine vorsah, einen Schwerpunkt deutschen Expansionsstrebens im Osten Europas.

      25 Jahre nach der Niederlage des Sozialismus in Europa streben die imperialistischen Staaten, in Weiterführung des Prozesses der Neuaufteilung der Macht- und Einflusssphären in Ost- und Südosteuropa, besonders um die Verbesserung ihrer Positionen gegenüber Russland, indem sie den Ring um dieses Land unmittelbar an seinen Grenzen befestigen wollen. Dabei ist eine Kontinuität in der konterrevolutionären Politik des Imperialismus nicht zu übersehen.
      Das Vorgehen ist zugleich differenziert. Der Hauptstoß richtet sich gegen Russland, gegen das sie offensichtlich die Politik des Containment wiederbelebt haben. Es soll der alte Traum des Imperialismus verwirklicht werden, Russland vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer und bis nach Mittelasien an seinen Grenzen einzukreisen. Gegenüber den anderen Staaten in Osteuropa, die bis 1990 ebenfalls Mitglied der Warschauer Vertragsorganisation waren, bevorzugen sie eine Politik der Umarmung, der Abdrosselung durch Umarmung, die sie auch „östliche Partnerschaft“ nennen.

      Durch die Osterweiterung der NATO und der EU ist aus dieser Staatengruppe erneut eine Pufferzone zwischen NATO/EU einerseits und Russland andererseits entstanden. Diese Pufferzone ist zugleich zum Objekt des Kampfes um die Neuordnung der Interessen- und Einflusssphären der einzelnen imperialistischen Großmächte geworden. ..."

      Deutschland 2014 - Sind wir ein Volk?

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      Von "Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer / zsh - Zentrum für Sozialforschung Halle e.V."

      "25 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit - öffentliche Vorstellung der Ergebnisse eines Forschungsprojekts

      Sind wir ein Volk?

      Kurzzusammenfassung der Ergebnisse ..."

      Menschenrechtsverletzungen – durch die BRD?

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      Von Prof. Dr. jur. habil. Erich Buchholz

      "Bereits als ganz junger Jurist hatte ich wiederholt zu erleben, wie „westliche“ Politiker, so auch solche der BRD, in Statements oder anderen für die eigene Öffentlichkeit bestimmten Erklärungen anderen ihnen nicht genehmen Staaten „Menschenrechtsverletzungen“ vorwarfen.

      Mich, als jungen Juristen, störte schon die ganz pauschale Verurteilung dieser anderen Staaten.

      Denn es gibt keine Menschenrechtsverletzungen an sich, so wie es auch nicht „die Kriminalität“ an sich gibt. Denn sowohl Menschenrechtsverletzungen - wie auch Kriminalität – existieren juristisch nur in jeweils ganz konkreten, in Gesetzen (z. B. in Strafgesetzen) oder anderen rechtsverbindlichen Regelungen (so Menschenrechtskonventionen) klar definierten Formen.

      Daher beziehen sich auch Verletzungen von Menschenrechten stets auf bestimmte, namentlich völkerrechtlich definierte, Tatbestände.

      Die betreffenden Politiker hätten also namhaft machen müssen, welche bestimmten Menschenrechte sie bei den betreffenden Staaten verletzt sehen.

      Solches wagten sie indessen meist nicht!
      Ihnen genügte – oft nur für die eigene Öffentlichkeit! -, dass sie dem anderen Staat „Menschenrechtsverletzungen“ vorwarfen! ..."

      Amerikas Geheimkrieg in 134 Ländern

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      Von Nick Turse, am 16. Januar 2014 übersetzt von Brigitte Queck

      "Während der Präsidentschaft Bushs waren Spezialoperationskräfte in ca.60 Ländern rund um die Welt tätig. Im Jahre 2010 erhöhte sich diese Zahl, laut Karen DeYoung und Greg Jaffe von der Washington Post auf 75.

      Im Jahre 2011 erklärte der Sprecher des Spezialoperationskommandos (SOCOM), Colonel Tim Nye TomDispatch, dass diese sich bald auf 120 erhöhen würden. ...

      Sie operieren in der grünen Glut einer Nachtvision in Südwestafrika und schleichen durch die Dschungel von Südamerika. Sie entführen Menschen aus ihren Häusern im Magreb und schießen schwer bewaffnet am Horn von Afrika. Sie fühlen den salzigen Sprühnebel, während sie eine Mission in der türkisblauen Karibik bis zum tiefblauen Pazifik eine Mission durchführen. Sie leiten Missionen in der brütenden Hitze der Mittelöstlichen Wüsten und im tiefgefrorenen Boden von Skandinavien. Über den ganzen Planeten führt die Obama Administration ihre Geheimkriege durch, deren volles Ausmaß niemals voll aufgezeigt wurde--bis jetzt. ..."