FDJ AKtuell

Zunahme des willkürlichen Vorgehens der Strafverfolgungsbehörden

Die aktuellsten Informationen zu den staatlichen Repressionen finden Sie unter www.FDJ.de


21.07.2015

Erstes Verfahren gegen die FDJ in München endete mit Freispruch - die politische Verfolgung setzt sich dennoch fort.

Liebe Freunde der FDJ in München!

Foto: FDJ

Jeder Mensch freut sich, wenn morgens die Sonne aufgeht und ihre Strahlen den Tag freundlicher machen. In München scheut man die Sonne. Ein kleines Symbol mit der aufgehenden Sonne verärgert die Staatsanwaltschaft und keine Mühe wird gescheut, es zu verbieten.

Unglaublich, was sich in München abspielt. Junge Menschen, die unter dem Symbol einer aufgehenden Sonne ihre demokratischen Rechte wahrnehmen, für Frieden, Völkerverständigung, internationale Solidarität und eine glückliche Zukunft aller jungen Menschen in der ganzen Welt eintreten, werden von der Staatsanwaltschaft vor das Gericht gezerrt und gemaßregelt.

Kaum zu glauben. Reisen nicht unsere Politiker als Verfechter der Einhaltung und Sicherung demokratischer Rechte und Freiheiten in der Welt umher? Klagen sie nicht bei jeder Gelegenheit die Einhaltung demokratischer Menschenrechte ein? Und im eigenen Land, in der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland, werden junge Demokraten gedemütigt, an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert.

Im Gegensatz zu den Beschlüssen des Potsdamer Abkommens dürfen alte und neue Nazis, militaristische Traditionsverbände u.a. der Vergangenheit zuzuordnenden Vereinigungen ungehindert agieren, ihr Unwesen treiben.

Foto: FDJ

Der Staatsanwaltschaft in München ist zu empfehlen, sich etwas mit der Geschichte vertraut zu machen, bevor man ein Urteil fällt. Es waren Millionen junger Menschen und ihre Organisationen in Deutschland, voran die Jugendorganisation, die die aufgehende Sonne zu ihrem Symbol gewählt hatte, die nach dem verheerenden, vom deutschen Imperialismus entfesselten 2.Weltkrieg, durch ihr Handeln beitrug, bei den Völkern Achtung und Vertrauen gegenüber dem deutschen Volk wieder zu erlangen. Ihr Handeln stellte unter Beweis, es gibt auch ein anderes Deutschland, als das der Kriege, Unterdrückung und Völkerverhetzung.

Allerdings nur wenige Jahre nach der Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten Mächte, insbesondere durch die Völker der Sowjetunion, wurde jene demokratische Jugendorganisation mit dem Symbol der aufgehenden Sonne in der BRD unter Verbot gestellt. Über die Initiatoren und deren Absichten spricht keiner.

Getreu den Verpflichtungen des Potsdamer Abkommens, dessen Unterzeichnung am 1.August vor 70 Jahren erfolgte, trat die FDJ von ihrer Gründung an für Frieden, Völkerverständigung und internationale Solidarität ein. Eine Welt des Friedens und der Zusammenarbeit hatte sie vom Beginn an auf ihre Fahnen geschrieben. Ihr Handeln entsprach der von den Völkern am 24.Oktober 1945 unterzeichneten Charta der Vereinten Nationen.

Nur wenige Jahre nach den verheerenden Folgen des Krieges wurde die FDJ im November 1948 in den Weltbund der Demokratischen Jugend aufgenommen. Das zeugte von einem gewachsenen Vertrauen der fortschrittlichen Jugend in der ganzen Welt gegenüber der FDJ und den anderen demokratischen Jugendorganisationen im westlichen Teil Deutschlands. Zweimal durfte die Jugend der DDR Gastgeber des Welttreffens der friedliebenden Jugend, den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1951 und 1973, sein. Auf zahlreichen Treffen der Jugend beider deutscher Staaten, so die Deutschlandtreffen der Jugend der DDR und der BRD, die Arbeiterjugendkongresse und anderen Begegnungen bekundete die junge Generation ihren gemeinsamen Willen nach Frieden, einer gesicherten Zukunft und gleichberechtigte Partnerschaft in der Gemeinschaft der Völker. Diese gemeinsame Sprache ging nie verloren, trotz FDJ-Verbot in der BRD. Im Gegenteil. 25 Jahre nach der sogenannten Wiedervereinigung ist ein gemeinsames Handeln der demokratischen Jugend der BRD ein Gebot der Stunde. Die FDJ, nunmehr auch wieder im westlichen Teil Deutschlands aktiv, ist Teil der demokratischen Jugendbewegung.

Foto: Fördererkreis der FDJ

Werte Vertreter der Staatsanwaltschaft in München, ein Verbot des Symbols der FDJ wird nichts daran ändern, dass auch weiterhin die Sonne im Osten auf und im Westen untergeht. Die FDJ hat unsere ganze Unterstützung. Danke sagen wir unseren Freunden der FDJ-Gruppe in München und der Rechtsanwältin, Frau Gabriele Heinecke, für ihr entschlossenes Auftreten.

 

Arbeitskreis Geschichte der
Jugendhochschule "Wilhelm Pieck"


20.07.2015

Informationen zum Prozessverlauf


1.07.2015

FDJ - Frieden Freundschaft Solidarität!

Information! 1. Juli 2015

Hallo Mitstreiter und Interessenten des Arbeitskreises:
Im April 2014 konnten wir auf unserer Website mitteilen:

Unser Zeichen war, ist und bleibt die Sonne.

Amtsgericht Berlin Tiergarten:
Freispruch für das FDJ-Emblem! (Junge Welt, 16.April 2014)

Im Bundesland Bayern hat man offensichtlich, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ein anderes, der Wahrheit entsprechendes Geschichtsverständnis als in der Bundeshauptstadt Berlin. Freunde aus München teilten uns mit, dass am 29.Juni 2015 erneut gegen Mitglieder der FDJ, die aus Sorge um ihre Sicherheit und einer Zukunft in Frieden, von ihrem demokratischen Rechten Gebrauch gemacht haben, vor Gericht gestellt wurden. Weitere Prozesse, so die Information, sind nicht ausgeschlossen.

Weiterlesen:

Liebe Freunde in München,

wir, ehemalige Funktionäre der FDJ, Bürger der ehemaligen DDR, haben volles Verständnis für Euer Handeln. Auch wir verfolgen mit Sorge die derzeitige, den Frieden und die Zukunft von Millionen Menschen bedrohende Entwicklung in der Welt und die Politik der Regierenden in Europa und Übersee. Wir verurteilen alle Machenschaften, die darauf gerichtet sind, die Bürger in ihren demokratischen Rechten zu beschneiden, sie zum Vollstrecker einer Politik zu machen, die ihren und den Interessen der Mehrheit des Volkes und der Völker widersprechen.

Unter der Leitung der FDJ haben Millionen junger Menschen mehrerer Generationen in der ehemaligen DDR durch ihre Tätigkeit nach 1945 dazu beigetragen, den Völkern der Welt zu beweisen, es gibt auch ein anderes Deutschland, als das der Kriege, der Unterdrückung und des Völkerhasses. Mitglieder der FDJ haben durch ihr Handeln beigetragen, den Gedanken der Freundschaft und internationalen Solidarität zwischen den Völkern Europas, Afrikas, Lateinamerikas und Asiens durchzusetzen. Die Freundschaft zu den Völkern der Sowjetunion war für uns eine Herzenssache.

In allen Erdteilen unseres Planeten treffen wir heute noch Freunde, die sich gerne an die Zeit ihres Aufenthaltes in der DDR, der Hilfe und Unterstützung der Bürger der DDR in ihrem nationalen Befreiungskampf, insbesondere der Tätigkeit der Brigaden der Freundschaft der FDJ in ihren Heimatländern, voller Dankbarkeit erinnern. Wir, die viele Jahre an der Jugendhochschule "Wilhelm Pieck", der höchsten Bildungsstätte der FDJ und Ausbildungsstätte tausender Mitglieder befreundeter Jugendorganisationen aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa tätig waren, wissen, wovon wir sprechen.

Liebe Freunde in München, lasst nicht zu, dass man Euch das Recht, für eine Welt des Friedens, der Völkerverständigung und der internationalen Solidarität zu handeln, entzieht. Es geht um Eure Zukunft und um die von Millionen Menschen in Europa und der ganzen Welt.


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